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Villingen-Schwenningen Keltenpfad macht Geschichte lebendig

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Der Keltenpfad macht auf die Geschichte des Fürstengrabs und die Funde auf dem Magdalenenberg aufmerksam. Christina Ludwig, Archäologin der städtischen Museen, hat die Tafeln ausgearbeitet, die in den nächsten Tagen in die Metallpulte kommen. Foto: Zieglwalner

Villingen-Schwenningen - Ob eine Plattform auf dem ehemaligen Fürstengrab, eine den Grabkammerbalken nachgebildete Sitzbank oder Schautafeln, die mit Bildern und kurzen Texten über die Geschichte der Kelten informieren: Der Keltenpfad Magdalenenberg in Villingen macht ein Kapitel aus der Geschichte der Region lebendig.

Christina Ludwig verfolgt mit Spannung, wie das Projekt in diesen Tagen immer mehr Gestalt annimmt. An die zwei Jahre Arbeit liegen hinter der wissenschaftlichen Assistentin und Anita Auer, Leiterin der städtischen Museen. Von Beginn an sei es ihr wichtig gewesen, Experten und die Denkmalbehörden aus Freiburg und Stuttgart ebenso mit ins Boot zu holen wie die Wandervereine aus der Doppelstadt oder den Geschichts- und Heimatverein, erklärt Christina Ludwig.

So kristallisierte sich nach und nach das Konzept für den in das Landschaftsschutzgebiet eingebetteten Keltenpfad heraus. Er verbindet die Innenstadt mit dem Magdalenenberg und vermittelt die Geschichte an einer Station in der Stadt und acht Pulttafeln auf einem Weg, der im ­Halbkreis um den Grabhügel führt.

Noch stehen nur die Metallvorrichtungen, doch in den nächsten Tagen kommen auch die aus Laminat gefertigten Schilder an ihren Platz. Nach längeren Überlegungen habe sie sich für die niedrigen Pulttafeln entschieden, erklärt die Archäologin. Sie ermöglichen eine freien Blick auf Villingen und bei gutem Wetter auf die Alpen. Neben der Wissensvermittlung gehe es immer auch um das Erlebnis in der Natur und das aktive Mitmachen. So sind die Besucher an den einzelnen Stationen aufgefordert, eigene Ideen zu entwickeln und wissenschaftlichen Fragestellungen nachzugehen. Denn längst sind nicht alle Geheimnisse aus der Zeit der Kelten geklärt.

Collagenartig sind auf den Tafeln die Textblöcke und Bilder zusammengestellt, im Hintergrund sind Fotos vom keltischen Fürstengrab aus der Hallstatt-Zeit und den Ausgrabung aus dem Franziskanermuseum zu sehen. Wichtig sei es ihr, den Keltenpfad und die Ausstellung in Beziehung zueinander zu setzen und so verstärkt auf beide Attraktionen aufmerksam zu machen, betont Christina Ludwig. Als Symbol weist ein Bild des Bronzevogels, der bei der ersten Grabung 1890 ans Tageslicht kam, den rund zweieinhalb Kilometer langen Weg zwischen der Innenstadt und dem Magdalenberg. Beginn oder Ende ist am Franziskanermuseum, so dass sich ein Besuch der Keltenausstellung als Einführung oder Abschluss anbietet.

Es sei daran gedacht, in Zusammenarbeit mit den Stadtführern der Wirtschaft und Tourismus Villingen-Schwenningen GmbH (WTVS) eine Tour zum Grabhügel samt Museumsbesichtigung auszuarbeiten.

Eine weitere Attraktion sind drei Audioguide-Apps zum Keltenpfad, die etwa in einem Monat erhältlich sind. Im Museum, auf dem Weg und am Monument stellen Erzähler neue Forschungsergebnisse, die noch nicht in die Ausstellung aufgenommen sind, Informationen zum Leben der Kelten und Hintergründe zu den Tafeln vor.

"Es ist ein schönes Projekt", gerät die Archäologin ins Schwärmen. Eigentlich sei sie auf die Zeit der Römer und Griechen spezialisiert. Doch über den Magdalenenberg und die Entwicklung des Themenpfads sei sie immer tiefer in die Welt der Kelten eingetaucht und inzwischen ganz fasziniert von dem hochentwickelten und auf dem Gebiet der Konstruktion so versierten Volks.

Ebenso einzigartig mache das Projekt aber auch die Zusammenarbeit mit so vielen Partnern, ob Kontakte zum Naturschutz, zur Keltenwelt am Glauberg oder den Regierungspräsidien. Auch bei der Verwaltung hätten alle Abteilungen vom Bauamt über die Stadtentwicklung bis zum Forstamt an der Umsetzung mitgewirkt.

An die 50.000 Euro seien in das Projekt geflossen. Der Grundstein, das archäologische Denkmal verstärkt ins Bewusstsein zu rücken, sei gelegt, stellt Christina Ludwig fest. Jetzt gelte es, in die Vermarktung einzusteigen.

 
 

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Cornelia Spitz

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