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Villingen-Schwenningen Katzendiebe verschleppen Abby

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Mittlerweile ist Abby wieder zu Hause in Geisingen-Gutmadingen (Kreis Tuttlingen). Foto: Stefan Weiß

VS-Schwenningen - Nach gut zwei Wochen nehmen das abenteuerliche Verschwinden einer Katze in Gutmadingen und die Suche nach ihr ein gutes Ende: in Schwenningen.

Abbys Fell ist schneeweiß, ihre Augen sind hellgrün. Das ungewöhnliche und edle Aussehen der Katze weckte wohl Begehrlichkeiten. Seit dem 13. November war das drei Jahre alte Tier von Stefan Weiß aus Geisingen-Gutmadingen (Kreis Tuttlingen) verschwunden. In verschiedenen sozialen Netzwerken und Facebookgruppen suchte er deshalb mit einem Vermissten-Post seine Türkisch-Angora-Mix-Katze. Allein der Aufruf über die Facebookseite des Tierschutzvereins Villingen-Schwenningen wurde innerhalb von zwei Stunden mehr als 200 Mal geteilt. Weiß erhielt viele Nachrichten mit Zuspruch und Mitgefühl, aber auch mit Hinweisen auf Abbys Verbleib.

Trio gibt Katzendiebstahl zu

Auch von den Tätern, die die Katze scheinbar geklaut hatten. So meldete sich nach zweiwöchiger Suche einer von drei mutmaßlichen Tätern beim Katzenbesitzer. Es war eine Frau, und der Grund offenbar ihr schlechtes Gewissen. Sie hätten Abby in Gutmadingen mitgenommen und nach Schwenningen gebracht, teilte sie mit. Warum? "Sie fanden die Katze einfach schön", erklärt Weiß im Gespräch mit unserer Zeitung. Daraufhin fuhr er nach Schwenningen, um sich seine Abby zurückzuholen. Über Kontakte fand er den gemeinsamen Wohnort der Täter heraus und wollte sie zur Rede stellen.

Sein Tier fand Stefan Weiß dort nicht. Das Trio - zwei Frauen und ein Mann - habe die Tat zwar zugegeben, aber Abby befand sich nicht mehr in der Wohnung. Eine der Frauen behauptete, dass die Mitbewohnerin die Katze geschlagen und misshandelt habe. Deshalb hätten sie Abby Freitagnacht in der Harzer Straße ausgesetzt. Die mittlerweile zerstrittenen Beschuldigten wohnen nun nicht mehr zusammen. Der Streit sei auch mit ein Grund, weshalb eine der mutmaßlichen Täterinnen Stefan Weiß kontaktierte. Der hatte sein Tier nicht nur übers Internet gesucht, sondern am 28. November auch bei der Polizei Anzeige erstattet. Da wusste Weiß längst, dass es sich offenbar um kein normales Verschwinden handelte, und dass drei Schwenninger in den Fall verwickelt waren. Die Polizei ermittelte wegen Diebstahls.

Abby ist wieder Zuhause

Das ist nun nicht mehr nötig: Nach über zwei Wochen gibt es doch noch ein Happy End. Der Vermisstenaufruf in der Facebookgruppe Stadtgespräche Villingen-Schwenningen, der von anderen Nutzern vielfach geteilt wurde, brachte den entscheidenden Hinweis. Ein Passant hat die Katze am Donnerstagnachmittag im Mauthe-Park in Schwenningen gesehen. Stefan Weiß fuhr prompt dorthin und schloss seine Abby schließlich 30 Kilometer entfernt von ihrem Zuhause endlich wieder in seine Arme. "Ich bin mega erleichtert", erzählt er. Bei der Polizei erhielt der Gutmadinger dann die Gewissheit: Das Abgleichen der Micro-Chip-Nummer bestätigte, dass es sich bei der Katze tatsächlich um Abby handelt.

Mittlerweile ruht sich die Samtpfote zu Hause in Gutmadingen aus. Soweit gehe es ihr ordentlich, doch habe sie sich durch den Vorfall Verletzungen zugezogen. Abby hinkt und ein Teil der rechten Pfote fehle, wie ihr Herrchen berichtet. Zudem sei sie sehr schreckhaft und verwirrt und schlafe unruhig. "Sie braucht jetzt erst mal Ruhe und muss sich wieder an ihr gewohntes Umfeld gewöhnen." Da Abby zudem an Leukämie erkrankt ist und nun mehr als zwei Wochen lang keine Medikamente einnehmen konnte, steht nun ein Besuch beim Tierarzt an. Die Anzeige gegen die drei Beschuldigten zieht Weiß nicht zurück, obwohl er froh ist, dass die Suche nun ein Ende hat. "Es hat sich definitiv gelohnt, den Aufruf in den sozialen Netzwerken zu starten. Sonst hätten wir unsere Abby jetzt nicht wieder."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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