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Villingen-Schwenningen "Katastrophenschutz ist nicht nur Feuerwehr"

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In den Räumlichkeiten der Straßenmeisterei erfahren die Kreisräte alles Wissenswerte über die neue Halle. Foto: Schwarzwälder Bote

Eine von zwei Notfallstationen im Regierungsbezirk Freiburg für einen Störfall am Kernkraftwerk Fessenheim oder Leibstadt soll im Schwarzwald-Baar-Kreis betrieben werden.

Schwarzwald-Baar-Kreis. Dieser Abrollcontainer könnte in einer neuen Halle stationiert werden, die auf dem Gelände der Straßenmeisterei Hüfingen einen Platz finden soll. Allerdings gehört das Gelände, auf dem die Fahrzeug- und Ausstattungshalle errichtet werden soll, dem Bund. Dieser möchte das Grundstück, wie Landrat Sven Hinterseh dem Gremium bei einer Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik mitteilte, nicht verpachten, sondern verkaufen. Die neue Halle wird vor allem aber für Fahrzeuge und Ausstattungsgegenstände der Feuerwehr benötigt. 33 Fahrzeuge des Bundes, des Landkreises und das Landes stehen zur Verfügung. Sie sind bei Rettungs- und Hilfsorganisationen sowie in Feuerwehrgerätehäusern untergebracht. Die Feuerwehr Villingen-Schwenningen hatte zwar zunächst drei Stellplätze angeboten, benötigt diese aber nun selbst. Der Platzbedarf des Kreises hat sich durch den Abrollcontainer Notfallstation erhöht, der unter der Federführung von Kreisbrandmeister Florian Vetter auch für die Landkreise Rottweil, Tuttlingen und Konstanz zuständig sein wird.

Auf dem Gelände des Bundes steht momentan eine alte Salzhalle. Dort wurde der Container zunächst untergebracht. Weil man wegen des maroden Daches aber eine Korrosion befürchtet, konnte die Notfallstation dort nicht bleiben. Deswegen wurde sie vorübergehend in das Feuerwehrgerätehaus Blumberg ausgelagert.

Der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei setzt sich im Auftrag des Landrates beim Bundesministerium für eine neue Fahrzeug- und Ausstattungshalle für den Bereich Feuerwehr- und Katastrophenschutz auf dem Bundesgrundstück ein. Im November wurde der Verwaltung mitgeteilt, dass das Grundstück en bloc inklusive Abriss der alten Salzhalle für 622 357 Euro zu haben sei. Die neue Halle selbst soll ungefähr 515 000 Euro kosten, ungefähr 400 Quadratmeter umfassen und sechs Stellplätzen Raum geben. Die Kreisräte Andreas Braun und Jürgen Roth äußerten bei einer Besichtigung Zweifel, dass der Platz ausreichen werde. "Auf dem Grundstück hätten wir Entwicklungsmöglichkeiten", sagte Reinhold Mayer, Dezernent für den ländlichen Raum. "Wir müssen beim Katastrophenschutz vollkommen umdenken", schilderte Arnold Schuhmacher, Leiter des Ordnungsamtes. "Das ist nicht nur Feuerwehr. Im Notfall brauchen wir viele ehrenamtliche Helfer." Bisher seien diese auch bei Hochwasser nötig gewesen, doch man müsse in die Zukunft schauen. Die Infrastruktur müsse gesichert werden. Der Klimaschutz zeige seine Wirkung. Waldbrände gebe es nicht nur in Portugal, sondern auch in Schweden. Im Notfall werden 700 bis 1000 ehrenamtliche Kräfte benötigt, die alle in der Nähe Parkplätze brauchen. Das Regierungspräsidium habe Furtwangen als Standort vorgeschlagen, doch dort gebe es diese Parkmöglichkeiten nicht. Die Notfallstation, so erklärte Kreisbrandmeister Florian Vetter, sei ein sehr gutes Konzept des Bundes, unter anderem bei Amokläufen und der Nachsorge und Betreuung Betroffener. Bezirksbrandmeister Adrian Wibel erklärte, er freue sich, dass der Landkreis sich so einbringe. Landrat Sven Hinterseh stellte darauf klar, dass mit dem Notfallcontainer viele neue Aufgaben verbunden sind.

"Das Konzept ist gut und durchdacht", erklärte Jürgen Roth (CDU). Er fragte aber, warum VS-Weilersbach nicht als Standort gewählt worden sei. "Das Gelände ist suboptimal", sagte Hinterseh. Berthold Ummenhofer (Freie Wähler), Georg Wentz (FDP) und Edgar Schurr (SPD) erklärten, der Standort in Hüfingen sei optimal. Die Infrastruktur der Straßenmeisterei könne gut genutzt werden, meinte Christian Kaiser (Grüne). Die 400 Quadratmeter seien eher zu knapp bemessen. "Es darf auf keinen Fall noch eine dritte Halle gebaut werden", sagte Ummenhofer. Er und Ernst Reiser forderten, auch den Bundestagsabge­ordneten Marcel Klinge (FDP) als Vermittler einzuschalten und mit dem Bund über den Preis zu verhandeln.

Die Verwaltung wurde schließlich beauftragt. entsprechende Mittel für den Kauf des Grundstücks in den Haushalt 2019 einzustellen. Landrat Hinterseh soll über einen günstigen Kaufpreis verhandeln.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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