Mundart: Bärbel Brüderle erklärt Dialekt

VS-Villingen. "Dialekt macht nicht nur Spaß, er ist auch für was gut." Bärbel Brüderle, Vorsitzende der Muettersproch-G’sellschaft Villingen, bricht eine Lanze für die Mundart und der Schwarz­wälder Bote hilft ihr dabei. Wir erklären in unregelmäßigen Abständen Villinger Ausdrücke.

In der zweiten Folge dieser neuen Serie geht es um etwas Süßes und etwas Gesundes, um Gselz (Xälz), Hutzle und Derrts.

Im Herbst wird geerntet "gherbschtet" und als Vorrat eingekocht, eingesalzen, eingefroren oder getrocknet. Obst und Gemüse wird dabei in Gläsern konserviert als ­"Iigmachts". Äpfel und Birnen "Hutzle" werden gerne auch mal getrocknet als "Derrts" oder "Dörrobscht" Beeren werden meistens mit Zucker eingekocht zu "Gselz", "Beer­mues", "Schlecksel", "Guts", "Strichi" oder dann mit einem anderen der vielen regionalen Ausdrücke bezeichnet.

"Gselz" hat dabei seinen Namen von der ursprünglichen Konservierungsmethode, dem "Einsalzen" beziehungsweise "Selchen". Später kam man darauf, dass sich mit Zucker auch eine Haltbarkeit erreichen lässt.