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Villingen-Schwenningen Initiative gedenkt der Familie Boss

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VS-Villingen. Am Sonntag, 7. Dezember, 19 Uhr, findet die Mahnwache wegen des Weihnachtsmarktes auf dem Latschari-Platz statt. Die Initiative pro Stolpersteine will an die jüdische Familie Boss erinnern, die in der Obere Straße 1 ihr Wohn- und Geschäftshaus hatte. Zwei Familienmitglieder wurden im Osten ermordet.

Joseph Boss betrieb in Villingen ein größeres Mädchen- und Frauen-Bekleidungsgeschäft. Er war verheiratet und hatte drei Kinder. Der älteste Sohn, ein Arzt, wanderte bereits 1933 nach London aus. Als zur Zeit des Nationalsozialismus die Schikanen, Einschränkungen, Boykottaufrufe und Bedrohungen immer größer wurden, ging die Zahl der Kunden stark zurück. So musste Joseph Boss mit seiner Frau Berta im November 1935 das Geschäft aufgeben. Er verkaufte das Haus und zog nach Stuttgart. Seine zwei Kinder folgten auf Umwegen ebenfalls nach Stuttgart.

Als Ende 1941 die ersten Stuttgarter Juden in den Osten deportiert wurden, gehörten die zwei Kinder, Edith und Erwin Boss, dazu. Erwin Boss verhungerte in einem Polizeigefängnis. Mutter Berta Boss wurde im Jahr 1942 über Teresienstadt weiter in den Osten deportiert und schließlich ermordet.

Bis heute erinnert in Villingen nichts an das Schicksal der Familie Boss. Die Mahnwache möchte ihre Lebensgeschichte in Erinnerung rufen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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