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Villingen-Schwenningen In der Lernfabrik wird eine neue Dimension des Lernens geschaffen

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Das Geschehen im Bearbeitungszentrum war im Cyber-Classroom per 3D-Brille gut zu verfolgen. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Schwenningen (bn). Nur wenige Wochen nach der Gewerbeschule Villingen-Schwenningen hat jetzt auch die Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium ihre "Lernfabrik 4.0". Gestern wurde die erste Ausbaustufe im Wert von 500 000 Euro eingeweiht.

Ein engagiertes Lehrerteam sowie 40 Firmen, Spender und Unterstützer haben sie möglich gemacht. Politik, Schulen und Industrie waren vertreten, als Schulleiter Thomas Ettwein die Entstehungsgeschichte des ehrgeizigen Vorhabens erzählte. Vor fast einem Jahr entstand der Plan für eine intelligente und modulare Fabrik, in der gebrauchsfertige Produkte entstehen können und in der man Schülern die zukunftsträchtige Technologie "anschaulich beibringen" kann. Der Dämpfer gleich zu Beginn: nicht förderungswürdig im Sinne des Finanz- und Wirtschaftsministeriums. Man ließ sich aber nicht entmutigen, krempelte an der Schule selbst die Ärmel hoch, begab sich auf Sponsorensuche und der Landkreis als Schulträger des Technischen Gymnasiums steuerte 100 000 Euro bei. "Wir dürfen die Entwicklung nicht verschlafen", begründete Landrat Sven Hinterseh das Engagement und verwies auf die Bemühungen des Kreisrates, auch die flächendeckende Digitalisierung voranzutreiben.

Kerstin Schmitz vom Regierungspräsidium lobte das Engagement aller Beteiligten, "auch ohne Auftaktfinanzierung". Der Softwareentwickler und ehemaliger Feintechnikschüler Reinhold Walz von Gewatec sprach als Vertreter der industriellen Sponsoren vom gemeinsamen Ziel, den Lehrauftrag der Schule zu unterstützen, um kompetente Arbeitskräfte zu generieren und damit die positive Marktstellung der Region zu erhalten. "High Tech findet nicht nur im Silicon-Valley statt". Das Bearbeitungszentrum an der Feintechnikschule mit integriertem Sechs-Arm-Roboter, mit Werkstücktransportsystem und einem Handarbeitsplatz verfügt auch über einen Cyber-Classroom, bei dem die Schüler das Geschehen auch zentral und in 3D verfolgen können.

 

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Cornelia Spitz

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