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Villingen-Schwenningen Imposante Erscheinungen beim historischen Umzug

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Immer wieder ein imposanter Anblick: Der Villinger Narro, auch am Montag beklatscht und bewundert. Foto: Kienzler

VS-Villingen - Mit den imposanten Erscheinungen ging es los, ehe sich die "Wuescht" als Truppe rennend in Bewegungen setzten: "Am Schluss do kummet diä Schönschte." So ist das beim Mendig-Umzug in Villingen.

"Miau, Miau", den Auftakt am Morgen übernahm traditionell die Katzenmusik mit den eindrucksvollen Wagen. Von den Stachi bewacht, hatte der Butzesel dieses Mal ordentlich zu schleppen: die gezogene Fichtenzweige, die er unter den Zurufen der Zuschauer mitzog, nahmen die ganze Straßenbreite ein.

So mancher Narro störte sich am bunten und gewagten Kopfschmuck der am Rand gedrängten Zuschauer: "Morgen kommt’s Fernsehen", brummelte es unter der Scheme, da seien bunte und blonde Perücken fehl am Platz. Nicht jedem Umzugs-Besucher war der Kontakt zum Narro ganz geheuer, weswegen der einfache und freundliche Gruß eines Maschgere "Schön, dass ich dich hier sehe" seine Wirkung nicht verfehlte.

Spätestens mit dem Butz­esel kam aber Unruhe in den Umzug. Ein Zuschauer erkannte sofort und passgenau: "Des ischn Wilder." Von lautem Peitschenknallen getrieben, vernahm dieser längst die erste Metzgerei in der Niederen Straße und war auf und davon.

Brezeln gab es trotz all dem "Giez" sowieso, die "Wässerle" waren zu einem guten Teil in Reagenzgläsern verpackt – die gelben Flüssigkeiten erinnerten an nicht ganz so appetitliche Proben, die man sonst beim Hausarzt abgibt.

Den Dialog zwischen Alt und Jung sicherte man auf vielfältige Weise. Zum Beispiel waren da die alten Fastnachts-Gänger, die mit den Jüngsten "giezig, giezig" um die Wette riefen. Dann war da auch ein kleiner "Wuescht", der selbstbewusst auf einen älteren Zuschauer zuging, um diesen mit Stroh zu stopfen. So muss man sich um den engagierten Nachwuchs keine Sorgen machen. Dafür umso mehr um die älteren ­"Wuescht": Direkt vom Kreuzfahrtschiff sei er gekommen – "dafür aber fieberfrei", scherzte ein Wuescht, ehe er und seine schwergewichtigen Kollegen davon rannten.

Eine Mutter pulte die Konfettis aus dem Kinderwagen. Mit den Südstadt-Clowns wehte dann ein bunter Wind durch die Niedere Straße und Seifenblasen und Konfetti gingen in die Lüfte. Die bunten Gesellen brachten mit "Heidi, Heida"-Rufen vor allem gute Stimmung. Die Clowns mussten sich dabei aber auch einen frechen Spruch gefallen lassen: "Vergessd net, die Schminke weg zu lutschen", musste sich ein Clown-Paar da anhören.

Und dann gab es eben noch den ein oder anderen extravaganten Fastnachts-Gänger unter dem Volk. Die "ambulante Schnapsbar" entpuppte sich als ein Mann, der besonders ins Auge stach. Auf seinem Kopf waren verschiedenen Spirtuosen. Mit rußiger Farbe im Gesicht, der ein oder andereren Schnur, an der man ziehen musste sowie einem Regenschirm auf dem Kopf, erinnerte dieser an Filme wie "Mad Max" oder "Waterworld" – eine Verkleidung wie ein bunter Flickenteppich.

n Online Bildergalerie Weitere Fotos zum Umzug finden Sie im Internet unter www.schwabo.de/fasnet.

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