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Abteilung Motorflug der Sportfliegergruppe steckt sich mit teils erneuertem Leitungsteam neue Ziele / Flugschule als Aushängeschild

Wer den Traum hat, als Pilot der großen Fluglinien wie Lufthansa und Co. die gesamte Welt zu bereisen, muss für den Startschuss solch einer Karriere ganz und gar nicht in die Ferne schweifen: das geht auch in der Neckarstadt.

VS-Schwenningen. "In den vergangenen Jahren haben zwölf Piloten, die inzwischen den Schritt zu Airlines gemacht haben, in unserer Flugschule erste Erfahrungen gesammelt", sagt sichtlich stolz Mustafa Özbek (im Bild links). Damit spricht der neue Abteilungsleiter der Motorflieger innerhalb der Sportfliegergruppe Schwenningen eines seiner Aushängeschilder an. "Viele wissen nicht, dass wir hier eine der besten Schulen der Region haben. Zum Teil kommen auch Leute aus dem Raum Stuttgart hierher, um das Fliegen zu lernen", sagt Özbek.

Um auf die Flugschule und den Verein aufmerksam zu machen sowie um ihre Leidenschaft Interessierten näherzubringen, veranstalten die Sportflieger jährlich im September ihr Flugplatzfest. An diesem Tag – aber auch auf Anfrage im Lauf eines Jahres – kann man bei Schnupperrunden mit Vereinsmitgliedern mitfliegen. "Wer ernsthaftes Interesse hat, Mitglied zu werden und in die Flugschule zu gehen, bekommt solch eine Runde mit unserem Flugschulenleiter Armin Schneider", sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Oliver Müller (im Bild rechts).

Wer nun aber denkt, in wenigen Wochen einen Flugschein in der Tasche zu haben, täuscht sich: "Die Flugsicherheit hat bei uns immer Vorrang! Die durchschnittliche Ausbildungsdauer bei denjenigen, die nebenher berufstätig sind, beträgt etwa ein Jahr. Danach beginnen die Meisten mit kleinen Inlandsflügen. Dabei stellen sich die erfahrenen Piloten des Vereins auch gerne als Flugpaten zur Verfügung", fährt Müller fort.

Neben der finanziellen Lage und dem Zustand der Flugzeuge, ist die Abteilung auch hinsichtlich seiner Mitgliederzahl in einem sehr guten Zustand von Vorgänger Frank Würthner in die Hände von Mustafa Özbek und seinem zum Teil erneuerten Team (siehe Infokasten) gelegt worden. "Die erste Herausforderung besteht nun darin, erstmal den Status quo zu halten", sagt Özbek. "Etwa 30 Mitglieder sind bei uns aktiv in die Abläufe oder Aufgaben eingebunden. Wir Abteilungsleiter gelten dabei als Schaltstation beziehungsweise Bindeglied dazwischen." Dafür würden neue Führungsfiguren etwa ein Jahr an ihre Aufgaben herangeführt.

"Man muss bei allen Aufgaben im Verein auch den Zeitgeist im Blick haben", betont Johannes Kütt, der Abteilungs-Schriftführer (im Bild Mitte). Es sei wichtig, sich präventiv um aufkommende Themen zu kümmern. Bezüglich der Themen Lärm- und Treibstoffemission etwa hätte das dazu geführt, dass die Abteilung ein Ultraleichtflugzeug angeschafft hat und Kurse in dieser Klasse in der Flugschule anbietet. Das habe zur Folge, dass die Sportflieger in der Bevölkerung zuletzt einen immer besseren Ruf hätten. Das würden allein die Gespräche auf dem Flugplatzfest bestätigen. "Gegenwind haben wir inzwischen keinen mehr", sagt Özbek augenzwinkernd.

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