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Villingen-Schwenningen Immer mehr bedürftige Menschen auf Hilfe angewiesen

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Für Schatzmeisterin Lotte Sütterlin war es nach 18 Jahren der letzte Jahresbericht. Sie hat die Tafel VS mitgeprägt. Bei der Hauptversammlung würdigte der Verein ihr Engagement. Foto: Zimmermann

Villingen-Schwenningen - Die Tafel VS konnte zwar im abgelaufenen Jahr mit der getanen Arbeit zufrieden sein, war den Berichten bei der Hauptversammlung zu entnehmen. Aber immer mehr bedürftige Menschen sind auf die Angebote dieses Sozialwerks angewiesen. Die Bereiche "Mach mit" und Tafel seien zum Nutzen der Bedürftigen gut miteinander verzahnt, erklärte die Vorsitzende Helgina Zimmermann. Seit 1996 konnte in 371 Fällen geholfen werden. Im abgelaufenen Jahr gab es 21 offizielle Anträge, von denen 13 positiv beschieden wurden. Es sei nicht nur die Stromrechnung, die Bedürftigen Sorgen bereitet, es kann auch die neue Brille sein, das Bett, ein Mantel für den Winter, die Unterbringung eines Kindes im Hort oder das Mittagessen in der Schule.

In den Tafelläden in Villingen, Schwenningen, Donaueschingen und Triberg haben im vergangenen Jahr rund 17.000 Personen eingekauft. In der Regel kann man bei einem Kunden noch zwei weitere Familienmitglieder hinzuzählen. Dies wären dann etwa 50.000 Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Dies sei alarmierend und schockierend, so die Vorsitzende, man könne nicht auf die Politik warten. Sie ist froh, dass Teile der Bevölkerung die Arbeit der Tafel schätzen und helfen.

Hinter dem Ganzen steckt auch jede Menge Logistik. So musste im vergangenen Jahr das Kühlfahrzeug erneuert werden. In Triberg stand der Umzug das Ladens an. Die Anmietungen seien enorm. Deshalb suche man selbst nach einer Immobilie, in der Laden und Verwaltung untergebracht werden können. Um die Arbeit kennenzulernen, bietet der Verein für Schüler Sozialpraktika an, zusammen mit der Fachhochschule läuft im September ein Projekt an. Gut angenommen wurden der Hallenflohmarkt, das Sommerfest, Weihnachtsfeier und Adventscafé. Dieses Jahr ist das Sommerfest am 2. August.

Für Schatzmeisterin Lotte Sütterlin war es nach 18 Jahren der letzte Jahresbericht. Bei sparsamem Wirtschaften müsste ihres Erachtens noch lange etwas gehen. Das Zahlenwerk war imposant, kommt bei Einnahmen und Ausgaben doch schnell einmal eine halbe Million Euro zusammen. Und immerhin kam ein Überschuss von 81 Euro heraus. An der Einnahmenschraube sei wenig zu drehen, erklärte sie, bei den Ausgaben sei Aufmerksamkeit angesagt. Bei den Kosten für Mieten, Fahrzeugen und Personal sei nichts mehr zu sparen. Lotte Sütterlin wünscht, dass die Bewegung die segensreiche Tätigkeit noch lange ausüben kann, denn sie müsse es auch. Der Verein ist mit der Versorgung der Läden durch die Spender zufrieden, erklärte Helgina Zimmermann auf Anfrage. Engpässe habe man nur bei trockenen und haltbaren Lebensmitteln, bei Frischware nicht. Falls es bei den Läden ein Mehr oder Weniger gibt, so tausche man Waren aus.

Bei den Neuwahlen gab Schatzmeisterin Lotte Sütterlin ihr Amt ab. Seit Gründung des Mach-mit-Vereins 1996 war sie im Amt und prägte mit ihrem Engagement den Verein entscheidend, stellte Helgina Zimmermann ihre Leistung heraus. 18 Rosen, für jedes Amtsjahr eine, war eine symbolische Würdigung. Zu ihren Nachfolger wurde Rolf Münsterberg gewählt. Bestätigt wurde die stellvertretende Vorsitzende Rosi Burkard.

Informationen zur Tafel gibt es bei der Vorsitzenden Helgina Zimmermann, Telefon 07720/57 66. Das Büro ist unter Telefon 07720/99 40 90 zu erreichen. Das Lager steht unter Telefon 07720/ 9 93 20 74 zur Verfügung.

 

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