Mundart: Bärbel Brüderle erklärt Dialekt

VS-Villingen. Dialekt macht nicht nur Spaß, er ist auch für was gut." Bärbel Brüderle, Vorsitzende der Muettersproch-G’sellschaft Villingen, bricht eine Lanze für die Mundart und der Schwarz­wälder Bote hilft ihr dabei. Wir erklären in unregelmäßigen Abständen Villinger Ausdrücke. In der dritten Folge dieser Serie geht es um Hirn, hirne, verstau, Schlaule und Käpsele

"Hirn" bedeutet nicht nur die Substanz im Kopf, es bedeutet auch "Verstand" im allgemeinen. Angestrengtes Nachdenken nennt man dementsprechend "hirne". Was dabei heraus kommt, soll dann auch jeder "verstau", also verstehen.

Wer viel weiß oder wer ­gescheite, nützliche Vorschläge machen kann, ist ein Schlaule oder noch besser ein Käpsele.

Da kann man jetzt nur noch fragen: "Verstohsch? Wenn’s nit verstohsch, no saisch, dass nit verstohsch. Nit, dass nit verstohsch un saisch nit, dass nit verstohsch, verstohsch?".

Ein anderes Beispiel: "Wer zletscht lacht, der hät’s nit ehnder begriffe. Oder: "E dicks Brett mag mengmol vo Nutze si, aber nit grad vor em Hirn.

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