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Villingen-Schwenningen "Ich will heute Prinz putzen"

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In einer wunderschönen Landschaft sind die Pferde zu Hause.Foto: Zanrosso Foto: Schwarzwälder Bote

Der Fischerhof bei Hammereisenbach bietet in den Schulferien Reitkurse für Kinder und Jugendliche an.

Vöhrenbach-Hammereisenbach. Wenn man sein Ziel erreicht und aus dem Auto aussteigt, dann sieht man eine wunderschöne Landschaft, darin eine große Halle mit Stallgebäude. Der Geruch von Heu steigt in die Nase. Man geht über eine kleine Brücke zu den Boxen und hört aufgeregte Kinderstimmen.

Ein schwarz-weiß geschecktes Pony schaut neugierig und erwartungsvoll aus seiner Box heraus. Plötzlich ruft ein kleines Mädchen: "Ich will heute Prinz putzen!"

Der Blick zum Himmel zeigt keine Wolken und Sonnenschein. Es ist zwar kalt, aber die jungen Teilnehmer sind warm angezogen. Der Kursleiter Joachim Kurz hilft bei der Putzeinteilung, damit die Jungen und Mädchen die Tiere kennenlernen können. Nach der Einteilung und Vorbereitung beginnt für die begeisterten Kinder und Jugendlichen eine aufregende Woche auf dem Rücken der Pferde bei einem Ferienreitkurs unter der Leitung des staatlich geprüften Pferdewirtschaftsmeisters und FN-Reitlehrers Joachim Kurz.

Auf dem Fischerhof befindet sich die Reitschule Kurz, welche sich auf die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat. Speziell darauf ausgerichtet ist auch die Auswahl der Schulpferde. Auf einem geduldigen Welsh-Pony und einem braven Tinker können schon die Kleinsten ab sechs Jahren ihre ersten Reitstunden genießen. Für größere Kinder und Fortgeschrittene stehen gut ausgebildete Klein- und Großpferde bereit. Alle jungen Reiter finden sofort ihr Lieblingspferd.

Immer in den Ferien können Kinder zwischen sechs und 16 Jahren eine Reitwoche auf dem Fischerhof verbringen. Die Kurse finden entweder jeweils den ganzen Vormittag oder am Nachmittag statt.

Der Reitlehrer erzählt zur Idee der Ferienkurse: "Die Kurse mache ich schon 20 Jahre. Es ist die einzige Möglichkeit, in den Ferien die Pferde auszulasten, da die meisten Stammreiter im Urlaub sind. Aus wirtschaftlicher Sicht und zum Wohle der Pferde (genug Bewegung) sind die Kurse äußerst wichtig. Ohne die Ferienkurse würde sich der Betrieb nicht tragen. Die Kosten für Miete, Heu, Hafer, Einstreu, Mistabtransport, Wasser, Strom, Sättel und neue Pferde müssen jeden Monat berücksichtigt werden."

Kurz hat über 30 Jahre Berufserfahrung. Seine Ausbildung absolvierte er an der Hannoverschen Reit- und Fahrschule in Verden. Er war in renommierten Ställen wie in Karlsruhe, Heidelberg, Ludwigshafen, Heilbronn und Pforzheim tätig. Kurz hat Erfolge im Springen bis zur Klasse S nachzuweisen.

In den Ferienreitkursen sind meist 20 Teilnehmer angemeldet, welche in Kleingruppen eingeteilt werden. Während eine Gruppe Reitunterricht bei Joachim Kurz bekommt, absolviert eine weitere Gruppe eine Theoriestunde bei der Tochter des Reitlehrers. Zudem gibt es für die Reitanfänger Longenunterricht. Im theroretischen Unterricht erfahren die neugierigen Reiter viel Wissenswertes rund um das Pferd, beispielsweise welche verschiedenen Pferderassen es gibt. Manchmal wird auch ein Quiz gemacht.

"Das Tolle an den Ferienreitkursen ist, dass die Kinder natürlich reiten und Spaß haben. Mit den anderen Teilnehmern können sie spielen und außerdem lernen sie noch etwas über Pferde im Theorieunterricht. Dadurch, dass sie jeden Tag reiten, lernen sie das Reiten ziemlich schnell und die meisten können nach fünf Tagen auch schon frei reiten", erklärt Jasmin, die 14-jährige Tochter des Reitlehrers.

Für die Reitanfänger gibt es zuerst Longenunterricht, dabei kann das Pferd auf einer kreisförmigen Bahn laufen, wobei es an einer Leine, der sogenannten Longe, vom Reitlehrer geführt wird. Die kleinen Kinder erlernen so die Grundlagen. Die fortgeschrittenen Teilnehmer reiten in der Abteilung. In dieser Kleingruppe haben sie die Zügel selbst in der Hand und erhalten vom Lehrer Anweisungen und Tipps. Es gibt auch das Durcheinanderreiten. Während einer Gruppenstunde reiten die Teilnehmer in den verschiedenen Gangarten.  

,,Ich finde die Ferienkurse schön, weil so viele verschiedene Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Altergruppen aufeinander treffen, sich um die Pferde kümmern und dabei reiten lernen. Ich finde, dass es eine tolle Idee ist, die nicht jeder Reitbetrieb anbietet. Außerdem sind meine Freundinnen auch fast immer in den Ferienkursen. Und natürlich mag ich den Kontakt zu den braven Pferden“, berichtet die sechzehnjährige Smilla, eine der fortgeschrittenen Reiterinnen, die schon seit Jahren bei Ferienkursen und wöchentlichen Reitstunden teilnimmt.

Außerdem gibt es jedes Jahr in den Pfingstferien so genannte Ausreitkurse, bei denen nicht nur in der Reithalle geritten wird, sondern auch im Freien auf den schönen Waldwegen rund um den Fischerhof. Dies ist immer ein besonderes Erlebnis, weil man in der freien Natur mit den Pferden unterwegs ist. Diese Ausreitkurse sind sowohl für Fortgeschrittene als auch für Anfänger geeignet.

Der Höhepunkt und Abschluss eines Ferienkurses ist das Vorreiten am letzten Kurstag.

Hierzu sind alle Eltern und Interessierte eingeladen. Die Reitschüler präsentieren in ihren Gruppen das Erlernte. Nach dem Reiten erhalten alle Kursteilnehmer einer Urkunde. Man kann in den Kursen verschiedene Reitabzeichen absolvieren, wie zum Beispiel das Steckenpferd und das Hufeisen.

Somit enden glückliche Ferientage auf dem Fischerhof bei Hammereisenbach. Alle Kinder und Jugendlichen sind beim nächsten Ferienreitkurs sicher wieder dabei.

Die Autorin ist Schülerin der Klasse 9b des Schwarzwaldgymnasiums Triberg.

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