"Je jünger die Kinder, desto häufiger kommt es im Lockdown zu Konflikten in der Familie." (Symbolbild) Foto: Aimo-Koivisto

Experten sind für Probleme der Familien am 19. Juni ganz Ohr. Kostenlosen Rufnummer für Kunden aller Krankenkassen.

Schwarzwald-Baar-Kreis - Rat bei Stress und Streit im Homeschooling - weil das keine Seltenheit ist, steht jetzt eine Experten-Hotline für Eltern zur Verfügung.

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Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie und Lernen zu Hause setzen Familien in Villingen-Schwenningen verstärkt unter Druck. Das zeigt eine aktuelle DAK-Studie zum Thema Homeschooling.

Kostenlosen Rufnummer für Kunden aller Krankenkassen

Deshalb bietet die DAK-Gesundheit Villingen-Schwenningen am 19. Juni eine Telefon-Hotline für Eltern. Zwischen 8 und 20 Uhr beantworten Ärzte und Psychologen persönliche Fragen und helfen, den Hintergrund von Stress und Streit während des Homeschoolings besser zu verstehen. Das spezielle Serviceangebot unter der kostenlosen Rufnummer 0800/1 11 18 41 können Kunden aller Krankenkassen nutzen.

"Die Schulen in Villingen-Schwenningen werden jetzt schrittweise geöffnet, sind aber noch weit entfernt vom Normalbetrieb. Wir gehen deshalb bei den Familien weiterhin von einer sehr hohen Belastung aus", sagt Claudia Leffke von der DAK-Gesundheit Villingen-Schwenningen. Die Krankenkasse hat gerade eine Forsa-Befragung "Homeschooling in Corona-Zeiten" veröffentlicht. Demnach fühlt sich in der Zeit der Schulschließungen fast jedes zweite Elternteil oft oder sehr oft gestresst, viele leiden unter Schmerzen.

"Je jünger die Kinder, desto häufiger kommt es im Lockdown zu Konflikten in der Familie"

Mütter leiden häufiger noch als Väter unter regelmäßigen Bauch-, Rücken- oder Kopfschmerzen. Auch von Traurigkeit sind sie stärker betroffen als ihre Partner. In jeder vierten Familie gibt es während der Schulschließungen häufig Streit. Für die DAK-Studie wurden im Mai 1005 Erwachsene und jeweils ein zugehöriges Kind zwischen zehn und 17 Jahren befragt.

Es ist eine emotionale Belastung vor allem für jüngere Kinder, fand man bei der Studie heraus. Gerade für die Kleinen sei es schwierig, ausschließlich zu Hause zu lernen. Ihnen fehlen besonders der Kontakt und Austausch mit Gleichaltrigen, Freundinnen und Freunden. Mehr als ein Drittel der Zehn- bis Zwölfjährigen verbindet mit der Schulschließung fast täglichen Stress und mehr als ein Viertel ein Gefühl tiefer Traurigkeit. Sie berichten zudem besonders häufig von Streit. "Je jünger die Kinder, desto häufiger kommt es im Lockdown zu Konflikten in der Familie", erklärt Claudia Leffke.

Was kann man tun?

Was können Eltern tun, um Stress und Streit in ihren Familien vorzubeugen? Was lässt sich gegen psychosomatische Beschwerden tun? Wann ist wegen Schlafproblemen und Kopfschmerzen ein Arztbesuch nötig? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der DAK-Gesundheit am 19. Juni von 8 bis 20 Uhr am Telefon.

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