In der Sackgasse: Die Hirschbergschule ist wohl bald Geschichte. Foto: Hennings

Gemeinderat muss schwierige Entscheidung treffen. Stadt plant Beirat für Schulfragen.

VS-Schwenningen - Die brisante Frage, wie die Schullandschaft in Schwenningen künftig aussehen wird, steht kurz davor, beantwortet zu werden. In der nächsten Sitzungsrunde stimmt der Gemeinderat über den Zusammenschluss von Friedens- und Hirschbergschule ab.

Erneut auf den Tisch kommt das Thema, das in den vergangenen Monaten gerade bei Eltern und Rektoren hohe Wellen schlug, zunächst im Verwaltungs- und Kulturausschuss des Gemeinderats am kommenden Mittwoch, 13. April. Die Stadträte beraten die überarbeiteten Pläne des Amts für Schule, Bildung und Sport, bevor sie in der Gemeinderatssitzung am 20. April eine Entscheidung fällen werden.

Wie diese aussehen wird? In der Sitzungsrunde Anfang März hatte sich bereits abgezeichnet, dass sich im Rat eine Mehrheit für die von der Stadt befürwortete Zusammenlegung von Friedens- und Hirschbergschule bilden dürfte. Der Plan sieht vor, dass die Hirschbergschüler, die ab Sommer wegen der Sanierung der Hirschbergschule sowieso an der Friedensschule untergebracht sind, dort auch künftig bleiben. Im Verlauf des Schuljahrs 2017/18, so heißt es in der Beschlussvorlage, würden die Einrichtungen als eine Grundschule mit einem zur Wahl stehenden Ganztagesangebot "räumlich und organisatorisch" im Gebäude der Friedensschule zusammengeführt. Dort soll ein Ganztagsbereich mit Mensa entstehen. Wegfallen würde an der Friedensschule dafür der Werkrealschulzug, der in den nächsten fünf Jahren auslaufen würde. Neue Werkrealschüler werden ab Sommer nicht mehr aufgenommen.

In das dann sanierte Gebäude der Hirschbergschule würde im Schuljahr 2018/19 die Janusz-Korczak-Schule ziehen. Deren jetziges Gebäude, das Alte Gymnasium, wird als Schulgebäude aufgegeben.

Bestätigt sich die Tendenz, dass der Gemeinderat den Plänen zustimmt, dürfte vor allem an der Korczak-Schule Freude aufkommen. Die Schule strebt einen Umzug an, da das Alte Gymnasium sanierungsbedürftig ist. Derweil wäre der aufopferungsvolle Kampf samt Unterschriftenliste um den Erhalt der Hirschbergschule von Eltern und Schulleitung erfolglos. Diese hatten an einem Infonachmittag Stadträte über ihre Meinung kundgetan und das pädagogische Konzert der Grundschule betont.

Geplant ist unterdessen, in VS einen Beirat zum Schulentwicklungsplan einzusetzen. Dieser soll sich unter anderem zusammensetzen aus dem Oberbürgermeister, einem Vertreter der Ratsfraktionen, zwei Schulleitern, einem Vertreter des Gesamtelternbeirats und Amtsleitern der Stadt. Ziel sei, den Entwicklungsplan in diesem Gremium regelmäßig zu evaluieren.