Feierliche Zeremonie für Panzerpioniere / Antimilitaristen laufen auf

Villingen-Schwenningen (cos). Vor haargenau 272 Tagen standen sie schon einmal an dieser Stelle, damals wurden die Soldaten der Panzerpionierkompanie 550, der Patenkompanie der Stadt Villingen-Schwenningen, mit den besten Wünschen nach Afghanistan verabschiedet. Gestern nun war man froh, alle wohlbehalten zurück zu wissen und ihnen unter würdiger Umrahmung durch die Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen einen feierlichen Rückkehrappell am Münster bereiten zu können.

Das wollten fast alle – rund 30 Antimilitaristen aus der Region VS aber störten die Zeremonie jäh, marschierten unter dem empörten Kopfschütteln der Gäste und Angehörigen mit ihren "Hoch die internationale Solidarität"-Rufen, wehenden roten und schwarzen Fahnen und viel Gebrüll auf und mussten von Polizei und Bundeswehrangehörigen unter hartem körperlichen Einsatz abgedrängt werden.

Erst gegen Mitte des Appells kehrte wieder Ruhe ein. Trotzdem die ganze Zeit spürbar war auf dem Münsterplatz der große Respekt vor den rund 100 Soldaten, die sechseinhalb Monate im Ausbildungs- und Schutzbataillon in der Region Baghlan dienten und "Leib und Leben für Frieden in Afghanistan und in der Welt riskiert haben", so der CDU-Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder – "wir sind stolz auf sie". Auch Bürgermeister Rolf Fußhoeller bekräftigte "dankbar und ein bisschen demütig": "Die Stadt steht hinter ihrer Patenkompanie." Eine Äußerung, die General Gert-Johannes Hagemann von der deutsch-französischen Brigade dankbar aufnahm, dem eines aber am wichtigsten war: "Ich danke Gott, dass Sie alle wieder heil zurückgekommen sind!"

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