Kommunales: Gebiet Fischerstraße II auf den Weg gebracht / Es soll keinen "Millionenhügel" geben
Durchweg frohe Kunde konnte Ortsvorsteher Martin Wangler dem Ortschaftsrat und den zahlreich anwesenden Bürgern in der letzten inhaltlichen Sitzung vor den Kommunalwahlen verkünden.
VS-Herzogenweiler. Nach seinem Informationsstand von vor einem Monat sah es noch sehr schwarz aus hinsichtlich einem Baugebiet Fischerstraße II, sozusagen als zweite Zeile hinter den jetzigen Häusern. In der Zwischenzeit habe sich einiges geändert, teilte er mit. Martin Wangler bedankte sich bei Oberbürgermeister Jürgen Roth, dass er nochmals mit der Fürstenbergischen Liegenschaftsverwaltung verhandelt habe und zu einer Übereinkunft gekommen sei.
Das Gelände fällt mit rund 14 500 Quadratmetern noch einiges abgerundeter aus wie es der Ortschaftsrat ursprünglich angedacht hatte. Es ist sozusagen ein Baugebiet auf Vorrat, denn es gäbe Kapazität für 17 Bauplätze. Über den Kaufpreis wurden von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart.
Den vom Bauamt im Eiltempo erstellten vorläufigen Plan stellte Wangler den Anwesenden vor. Das Ganze sei noch nicht in trockenen Tüchern, machte er den Anwesenden deutlich. Der Gemeinderat müsse dem Geländekauf in diesem Monat noch zustimmen, und auch über alle planungstechnischen Details wurde noch nicht gesprochen, erklärte er auf Anfrage.
Ortschaftsrat und Ortsverwaltung wollen den Ort behutsam fortentwickeln, wies Wangler hin. Man wolle keinen "Millionenhügel", dass Einheimische sich einen Neubau nicht leisten können. Deshalb habe man auch nie eine Interessentenliste geführt. Vor Ort wisse man, dass es einige, im Verhältnis vielleicht "wenige" gibt, die in den Startlöchern sind. Aber auch gegen neue Familien wäre nichts einzuwenden.
Der Ortschaftsrat fasste den Grundsatzbeschluss, dass er dieses Baugebiet will, dass es stufenweise verwirklicht werden soll, dass der Ortschaftsrat ein Mitspracherecht bei der Vergabe der Bauplätze haben möchte, auch wenn die Entscheidung letztendlich bei der Stadt liegt.
Der geplanten neuen Baumschutzsatzung stimmte der Ortschaftsrat in der Form zu, dass sie nur für die beiden großen Stadtbezirke gilt, die Ortschaften davon ausgenommen sind. Die Sanierung des Floriweges werde kommen, ist sich Ortsvorsteher Wangler sicher. Nach seinen Informationen sei die Ausschreibung erfolgt, die Submission sei Ende des Monats, ein Baubeginn sei im Juli geplant. Aber, so schob er nach, wichtig sei, die Sanierung werde ausgeführt, wenn nicht gleich im Juli, dann aber doch ein paar Tage später.
Fertig sei auch die Panoramatafel, die am Hofkreuz aufgestellt wird und dem Wanderer oder Spaziergänger den Ausblick auf die Schwäbische Alb erläutert, die Liegebank am Spitalhofweg (Sternengucker) könne auf Abruf angeliefert werden, die Restaurierung der Ortseingangsschilder sei fast abgeschlossen.
Der scheidende Ortsvorsteher Martin Wangler wünscht sich, dass, wie in den vergangenen zehn Jahren, Ortschaftsrat und Ortsverwaltung die Projekte in Kooperation mit der Stadt verwirklichen. Bei den zahlreich erschienenen Bürgern bedankte er sich für das rege Interesse am Ortsgeschehen und für das gute Miteinander.