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Villingen-Schwenningen Hereinspaziert in die närrische Zirkuswelt!

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In die verrückte Zirkuswelt entführt das Narrenzunft-Ballett die Zuschauer beim Eröffnungsball 2020 in der Neckarhalle. Foto: Zieglwalner

VS-Schwenningen - "Manege frei!" für allerlei närrische Einlagen hieß es am Wochenende in der Neckarhalle. Die Schwenninger Narrenzunft hatte zu ihren beiden Eröffnungsbällen und damit in eine kunterbunte Zirkuswelt eingeladen.

Ein Zirkus ist ein Ort zum Staunen, Lachen und Träumen. Und genau das konnten die Zuschauer am Freitag- und Samstagabend in der Neckarhalle genügend. Die Narrenzunft mit ihren 137 Mitwirkenden hatte sich besonders ins Zeug gelegt, um mit viel Herzblut das Motto "Stars in der Manege – Narrenzunft...so’n Zirkus" umzusetzen.

Zunftmeister als Zirkusdirektor

Da war vor allem das Bühnenbild, das mit eigens aufgebauter Zirkusarena mit rotem Vorhang und Musikkapelle auf dem Podest für die passende Szenerie sorgte, da waren die farbenfroh und aufwendig gestalteten Zirkus-Kostüme der Mitwirkenden. Und da waren immer wieder ein paar Details, wie der Popcorn-Stand im Hallenfoyer, die das richtige Flair in die bezaubernde Zirkuswelt brachten.

Obwohl in diesen Tagen das weltweit bekannte Zirkusfestival in Monte Carlo stattfindet, hätten es einige Stars nach Schwenningen geschafft, meint Zunftmeister Lutz Melzer – mit weißem Frack und Zylinder diesmal in der Rolle des Zirkusdirektors – bei der gemeinsamen Begrüßung mit seinem Vize Florian Schütze.

Musik, atemberaubende Tanz- und Akrobatiknummern und viel "Geschwätz" kündigen die beiden Moderatoren Nils Mühlbacher und Martin Güntter, die amüsant durch das dreieinhalbstündige, kurzweilige Programm führen, an. Und sie halten ihr Versprechen.

Farbenfroh verkleidete Clowns

In bewährter Manier tanzt eingangs die Zunft-Garde. Doch es wird diesmal nicht nur getanzt: Die als farbenfrohe Clowns verkleideten Power Kids etwa zeigen zu einem Zirkus-Hitmedley auch auf der Turnmatte ihr Können und erweisen sich als kleine Artisten. Die Teenie Dancers entführen das Publikum mit seinen Ehrengästen aus Vereinen,Verwaltung oder Gemeinderat mit leuchtenden Tüchern in eine farbenfrohe Regenbogenwelt, während die Happy Neckar Dancers als Candy Girls, passend dazu ihre blickenden Kostüme – alles rund um Lollipop, Sugar & Co –, präsentieren.

"Crazy Circus" heißt es beim Narrenzunft-Ballett, das im Dompteur-Outfit mit außergewöhnlichen Tanz- und Akrobatikeinlagen und Leuchtstäben begeistert. Schwarz-weiß geht es derweil beim Männerballett zu, das zum Thema Schach ein anmutiges Tanzmedley präsentiert.

Einmal durch die Neckarstadt im Narrohäs gehen: Von den altbekannten Zwisten zwischen den Villingern und Schwenningern, besonders während der Fasnet, aber auch von den kommunalpolitischen Sorgen können Karlheinz Pfeffer und Andreas Schlenker ein Lied singen.

Schlenker steht zudem bei der "Mission Impossible VS" als Zauberkünstler zusammen mit Sohn Jonas und Justin Concialdi auf der Bühne. Sein Zaubertrick mit beiden Jungspunden, der eine aus Villingen, der andere aus Schwenningen, geht schief und die Doppelstädtler wechseln ihre Herkunft. Dabei kommen so einige städtische Themen, mitunter die Schlaglöcher, die Wild Wings oder die Sonnenuhr auf dem Marktplatz, auf den Tisch.

"Als Ehrengast bist Du der Held, brauchst keine Kohle, brauchst kein Geld": In dieser Rolle geht diesmal Jochen Schwillo in die Bütt. Von ihm gibt’s so manch einen ironischen Seitenhieb auf die geladenen Gäste aus der Politik, die es sich beim Südwest Messe-Rundgang oder bei der Weihnachtsmarkt-Eröffnung gut gehen lassen, statt die Vereine aktiv zu unterstützen: "Und wenn auf der Bühne die Künstler toben, einfach mal lächeln und die Mundwinkel nach oben", mahnt er an.

Reime auf rhetorisch höchstem Niveau und mit Lokalkolorit vom Feinsten gibt’s wieder einmal von Raphael Rabe, der das Kostüm des kleinen Raben gegen das kunterbunte Gefieder des kleinen Papageien tauscht. Egal ob Klimanotstand in VS, Dünnschichtasphalt oder Schwenninger Marktplatz: Er holt zu einem Rundumschlag durch das vergangene Jahr in der Doppelstadt aus, muss beim neuen Oberbürgermeister aber feststellen: "Doch der Roth, das stört mich sehr, macht anscheinend keine Fehler mehr. Da kannst du noch so lange suchen – alles Fridi (Friede), Freude, Eierkuchen."

Tierisch und originell geht es bei Jürgen Wangler, Siegfried Zölle sowie Günter Hermel zu, die als Floh Bertram, Floh Eugen und Floh Alois einen Einblick in ihren urkomischen Flohzirkus geben. Während die drei Motten Yoga machen und durch das Öhr des "schiefen Nagels" auf den Marktplatz springen wollen, stattet ihnen Greta (Rosi Hermel) einen Besuch ab. Sie fordert eine Biogasanlage auf dem Villinger Münsterplatz: Dort könne das Stroh des Strohverbrennens hineingeworfen werden, "und für den Mist, der im Rathaus produziert wird, gäbe es dann auch kurze Wege".

Eine Raubtiernummer der ganz besonderen Art präsentiert schließlich der Dumme August und Dompteur Jörg Schlenker, der – natürlich hinter Gittern – die "gefährlichen" Ratsfrauen Marie Glass (Katharina Eiternik), Karin Schlenker (Matti Schlenker), Lonie Golinske (Nicole Schlenker) und Elke Kramer (Andrea Pflug) zähmt und das Publikum in Staunen versetzt.

Staunen kann man auch über so manch ein Kostüm der Zuschauer, die das Ball-Motto als Clown, Raubtier oder Jongleur ebenfalls fantasievoll umsetzen und die schillernde Zirkus-Atmosphäre stimmig abrunden.

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