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Villingen-Schwenningen Helios-Arena wird im Sommer umgebaut

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Wild-Wings-Geschäftsführer Christoph Sandner und Architekt Uwe Schlenker sind optimistisch, dass die Stehplatzgerade zur kommenden Saison in eine Sitzplatztribüne umgebaut ist. Foto: Kienzler

VS-Schwenningen - Was passiert nach der laufenden Eishockeysaison mit der Helios-Arena? Seit Monaten wird das Thema Umbau öffentlich diskutiert und hinter den Kulissen vorangetrieben. Architekt Uwe Schlenker sieht das Projekt zwar nicht mehr ganz im Zeitplan, arbeitet aber an einer Umsetzung in diesem Jahr. Welche Pläne Schlenker für die Arena hat, wann die Arbeiten losgehen sollen und wie sie finanziert werden, lesen Sie in unserem (Schwabo plus)-Artikel.

Die Schwenninger Wild Wings wollen die Helios-Arena gerne umbauen lassen. Die Stehplatzgerade, dort wo auch die Mannschaften aus den Katakomben kommen, soll weichen. Geplant ist, dass die Zuschauer auf dieser Tribüne zukünftig sitzen und im rückwärtigen Bereich eine weitere VIP-Lounge entsteht. Das, so betonte Wild-Wings-Geschäftsführer Christoph Sandner bereits mehrfach, sei auf lange Sicht wirtschaftlicher. Er beruft sich dabei auf die Nachfrage an Sitzplatztickets.

Doch erfolgt der in Fankreisen durchaus kritisch gesehene Umbau schon dieses Jahr? Im Interview mit dem Fernsehsender Magenta-Sport, der die Spiele der Deutschen Eishockey Liga (DEL) überträgt, äußerte sich Sandner am Rande des Heimspiels am Sonntag in der Helios-Arena wie folgt: "Für nächstes Jahr ist noch der Umbau geplant..." Wörtlich genommen, würde dies bedeuten, dass die Maßnahme erst 2021 erfolgt. Oder meinte Sandner eigentlich zur kommenden Saison? Auf Nachfrage am Dienstag korrigierte der Wild-Wings-Geschäftsführer seine Aussage: "Das war dann ein Versehen – so kurz nach dem Jahreswechsel. Ich meinte natürlich zur kommenden Saison." Er sei optimistisch, dass die Umsetzung in diesem Sommer erfolgen kann.

Gutachten steht noch aus

Während Sandner allerdings "nicht permanent Wasserstandsmeldungen abgeben" möchte, gewährt Architekt Uwe Schlenker, der mit der Planung für das Projekt beauftragt ist, Einblicke in den Sachstand und zeigt sich – wie Sandner auch – zuversichtlich: "Also, wir sind mit Hochdruck dran, und ich plane für einen Umbau in diesem Jahr." Dass der Bauantrag, der ursprünglich noch vor Weihnachten hätte gestellt werden sollen, noch immer nicht eingereicht ist, bereitet Schlenker allerdings weniger Sorgen. "Wir sind ein, zwei Wochen in Verzug, das sehe ich aber nicht als Problem." Da es sich beim geplanten Umbau innerhalb der Arena nicht um eine Erweiterung handele und damit keine aufwendigen Naturschutzgutachten oder ähnliches nötig seien, spürt Schlenker noch keinen Zeitdruck.

Für den Architekten sind momentan andere Themen von Bedeutung. So stünden noch die Ergebnisse des Brandschutzgutachtens aus. "Der Brandschutz und die Statik sind die Faktoren, die tatsächlich eine wichtige Rolle spielen – auch mit Blick auf die Kosten", erklärt Uwe Schlenker. Wie bei jedem Bauvorhaben lege der Bauherr zwar ein Grundbudget fest, allerdings werde sich Schlenker erst zu den Kosten äußern, wenn er diese auch belastbar vorlegen könne. "Wir wissen ja, wie es laufen kann. Da kommt irgendetwas Unerwartetes auf und dann heißt es, man habe falsch kalkuliert."

Neben ausstehenden Gutachten könnten sich auch Fördermittel auf die Kosten auswirken. Das sei bei der Beleuchtung der Arena ein Faktor. "Die DEL macht aufgrund der TV-Übertragungen Vorgaben über die Eigenschaften der Hallenbeleuchtung", erläutert Schlenker. Grundsätzlich bestehe beim Thema Licht die Möglichkeit, dass eine energetische Optimierung durch Bundesförderprogramme finanziell unterstützt wird. "Da wurden uns für 2020 andere Möglichkeiten als 2019 in Aussicht gestellt, weshalb wir dieses Thema genau prüfen", sagt Schlenker. Knackpunkt könne jedoch sein, dass derartige Förderanträge eine Bearbeitungszeit von bis zu sechs Monaten haben. "Da ist halt die Frage: Verschieben wir das Thema Beleuchtung, um die Mittel des Bundes abzugreifen, oder verzichtet man auf die Förderung, um diesen Punkt ebenfalls in diesem Jahr abzuhaken?", schildert Schlenker die Überlegungen. Diese Entscheidung treffe allerdings nicht er als Architekt, sondern natürlich derjenige, der das Projekt finanziere.

Finanzierung geklärt

Und bis wann fällt die endgültige Entscheidung? "Sowohl Christoph Sandner als auch ich wissen, dass wir bald Ergebnisse vorzeigen müssen", betont Schlenker. Er rechne damit, dass Ende Januar dahingehend etwas möglich ist. Was die bauliche Umsetzung betrifft, hat der Architekt jedenfalls keine Bauchschmerzen. "Dieses Projekt ist von allgemeinem Interesse. Da habe ich keine Bedenken, dass wir die Gewerke zur entsprechenden Zeit bekommen." Diese Sicherheit gibt ihm auch die Erfahrung mit dem Neubau der Kunsteisbahn (Bahn II) nebenan, für den Schlenker ebenfalls zuständig war.

Obwohl die konkreten Kosten für das Projekt noch nicht stehen, ist bezüglich der Finanzierung alles klar, betont Sandner: "Wir haben mehrere Partner, die dieses Projekt unterstützen. Dazu gibt es auch Vereinbarungen." Meldungen, dass Sponsoren angeblich abgesprungen seien oder von ihrem bekundeten Interesse zurückgetreten wären, könne er nicht nachvollziehen. "Das sind Spekulationen – woher die auch immer kommen. Mit den Sponsoren ist alles geklärt", betont der Wild-Wings-Geschäftsführer.

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