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Villingen-Schwenningen Haupt- und Ehrenamt bedingen sich gegenseitig

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Die Asylbewerberunterkunft in der Sturmbühlstraße füllt sich derzeit wieder mit Leben. Archivfoto: Kratt Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Schwenningen (mk). Über die unentbehrliche Arbeit der Integrationsmanager in VS berichtete Annette Hug-Kalisch von der städtischen Integrationsförderung bei der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises (AK) Asyl.

Sechs Integrationsmanager seien derzeit in der Doppelstadt für die Bedarfe der Flüchtlinge angestellt. Anderthalb Stellen fielen dabei auf Villingen ab, dreieinhalb auf Schwenningen. Dass in der Neckarstadt, genauer gesagt im Büro in der VHS Metzgergasse, mehr Manager arbeiten, liege schlichtweg daran, dass hier auch mehr Flüchtlinge zu betreuen seien, erklärt die Mitarbeiterin beim Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport (JuBIS). War die Stelle zunächst auf zwei Jahre befristet, sei sie nun um mindestens ein weiteres Jahr verlängert.

Aufgabe des Integrationsmanagements sei, gemeinsam mit der betroffenen Person einen Hilfeplan bezüglich ihrer Fähigkeiten und Probleme zu erstellen. Mit Sprache, Wohnung, Schulden und Suchtproblematik nennt Hug-Kalisch die häufigsten Probleme. "Wir sind Nahtstelle und vermitteln an andere Institutionen, mitunter dem Arbeitsamt oder Refugio.

Evelyn Preuß, Ehrenamtskoordinatorin bei der Diakonie, unterstreicht die gute Zusammenarbeit mit den Integrationsmanagern, von denen zwei regelmäßig zum Dolmetschen in die Schreibstube des AK Asyl kommen. "Für die Ehrenamtlichen ist es wichtig, dass sie einen hauptamtlichen Ansprechpartner haben."

Zudem stellen Lisa Widmann und Beate Schick-Köser vom Kreisjugendamt die Herausforderungen bei der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen und jungen Ausländern (UMAS) vor.

Benjamin Siegel, Sozialarbeiter vom DRK in den drei verbliebenen Asylbewerberunterkünften im Kreis, berichtet von der Wohnsituation im Heim in der Schwenninger Sturmbühlstraße: Seit dem Sommer würden wieder vereinzelte Personen zugewiesen, "allmählich füllt sich das Haus mit Leben". Und das soll ab Januar 2020, wenn die Erstaufnahmeunterkunft in Donaueschingen endgültig geschlossen ist, zunehmen.

Ein viel diskutiertes Thema im Haus seien derzeit die Sprachkurse. Nach der jüngsten Gesetzesänderung hätten nun wieder mehr Asylbewerber Anspruch auf einen Integrationskurs, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) käme den Anträgen aber derzeit nicht nach.

Reinhold Hummel, Leiter der Diakonie-Beratungsstelle, berichtet schließlich von anstehenden Veränderungen: Er selber gehe im kommenden Jahr in den Ruhestand. Wie berichtet, werden ab Januar 2020 die Schwenniger und Villinger Diakonie unter dem Dachverband Diakonie Schwarzwald-Baar geführt. Zudem wird die 75-Prozent-Projektstelle von Evelyn Preuß auf 50 Prozent gekürzt, da die Projektförderung durch das BAMF ausläuft.

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