Bäder-Geschäftsführer Ulrich Köngeter macht sich über die Villinger Einrichtung Gedanken.
VS-Villingen - Mit einem erheblichen Investitionsbedarf beim Villinger Hallenbad sehen sich die Bäder VS konfrontiert. Nun werden Überlegungen angestellt, einen Neubau anzustreben.
Über 54 Jahre nach Eröffnung des Villinger Hallenbads machen sich die Bäder Villingen-Schwenningen GmbH mit deren Geschäftsführer Ulrich Köngeter Gedanken über einen möglichen Neubau. In der jüngsten Gemeinderatssitzung deutete Köngeter bereits an, dass der Renovierungsbedarf in den Bädern von Villingen-Schwenningen deutlich gestiegen sei – das frisch sanierte Kneippbad natürlich ausgenommen.
Hallenbad seit 45 Jahren am Start
Betroffen ist davon offenbar insbesondere das Villinger Hallenbad, welches 1965 eröffnet wurde. Wie der BVS-Geschäftsführer auf Anfrage unserer Zeitung erklärt, hätten die Verantwortlichen stets Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt, um es funktionsfähig zu halten. Köngeter: "Nunmehr kommen aber immer mehr Reparaturen."
Er führt dabei zum Beispiel die Erneuerung der Heizung an, aber ebenso Teile der Wasseraufbereitungstechnik müssen seinen Angaben zufolge über kurz oder lang überholt werden. Auch energetische Defizite würden dazu beitragen, dass sich eine Sanierung aufdrängt.
"Eine Rundumerneuerung wird unter Umständen kostenmäßig nicht so sehr von der Investitionssumme eines Neubaus entfernt sein – und dann bleibt altes Gemäuer eben altes Gemäuer", erläutert der BVS-Geschäftsführer. Zudem seien bei einer Modernisierung ein behindertengerechtes und ein gebäudliches Pandemiekonzept wohl nicht realisierbar.
Stadt soll Bad bei Planung berücksichtigen
Dass die Überlegung, ausgerechnet zu Coronazeiten, in der kostspielige Projekte besonders genau unter die Lupe genommen werden, nicht gerade zur idealen Zeit kommt, dessen ist sich Köngeter bewusst. "Wir befinden uns ganz am Anfang einer Diskussion, die sehr wohl politische Dimensionen hat", erklärt der BVS-Geschäftsführer hierzu. Er habe jedoch in zweierlei Hinsicht einen Anstoß geben wollen. "Zum einen sollte die Stadtpolitik bei der künftigen Finanzplanung das Hallenbad oder einen Neubau im Blick haben und zum anderen soll auch der Bevölkerung gezeigt werden, dass wir den Schwimmsport sehr wohl im Blick haben."
Konkrete Planungen würden allerdings noch keine vorliegen. Es müsse zunächst diskutiert werden, wie die Ausstattung eines neuen Hallenbads aussehen könnte – oder, als Alternative, wie hoch die Investition einer Ertüchtigung seien würde.
Auch unabhängig von den Neubau-Überlegungen sind die BVS-Mitarbeiter aber derzeit kräftig hinsichtlich des Hallenbads beschäftigt. Denn damit dieses auch während der Pandemie eröffnen kann, laufen in den kommenden Wochen die Vorbereitungen, um für die Hallenbäder entsprechende Konzepte zu entwickeln.