Die Mitarbeiter aus der Geschwindigkeitsüberwachung werden "massiv, aber vor allem ernstzunehmend bedroht". (Archivfoto) Foto: Eich

Stadt will Angestellte schützen. Messstellen werden nicht mehr bekannt gegeben.

Villingen-Schwenningen - Massive Bedrohungen gegen die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung zwingen die Stadtverwaltung zu einem ungewöhnlichen Schritt. Ab sofort werden die Blitzermeldungen nicht mehr veröffentlicht, um möglichen Straftaten gegen die in den Fokus geratenen Bediensteten vorzubeugen.

Eine neue Schwelle ist erreicht: Nach dem Brandanschlag auf den Blitzeranhänger der Doppelstadt sieht sich die Verwaltung nun mit heftigen Bedrohungen der Mitarbeiter konfrontiert. "Unsere Mitarbeiter in verschiedenen Fachämtern erhalten immer wieder, zum Teil sogar regelmäßig, Drohbriefe", beschreibt Pressesprecherin Oxana Brunner die Lage.

Ganz aktuell würden die Mitarbeiter aus der Geschwindigkeitsüberwachung "massiv, aber vor allem ernstzunehmend bedroht". Nach dem Brandanschlag auf den so genannten "Superblitzer" würde aktuell eine erhöhte Bedrohungslage bestehen, welche aus Sicht der Verwaltung gewisse Vorsichtsmaßnahmen für die städtischen Mitarbeiter erfordere.

Messstellen werden nicht mehr bekannt gegeben

In diesem Zusammenhang werde nun au die wöchentlichen Veröffentlichungen der Messstellen in den Medien verzichtet, "um möglichen Tätern nicht schon im Voraus die Gelegenheit zu geben, den Messort einige Tage vorher zu erfahren und sich auf mögliche, bereits angedrohte, Taten gezielt vorbereiten zu können", begründet Brunner diesen Schritt. Die Stadtverwaltung bittet in diesem Zusammenhang um Verständnis für diese Sicherheitsvorkehrung.

Der "Superblitzer" war Anfang Oktober an der B 33 bei Villingen aufgebohrt und in Brand gesteckt worden. Er befindet sich laut Brunner derzeit in Reparatur. Derzeit könne nicht gesagt werden, ob er wieder einsatzfähig gemacht werden kann, wie lange er ausfällt und wie hoch der Sachschaden ist. Ob in diesem Zusammenhang ein Täter gefasst werden konnte, ist ebenfalls nicht bekannt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: