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Villingen-Schwenningen Geniales Finale: Der Schöne wird Hexe

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Es ist geschafft – der Schöne (Alexander Köppel) wird zur Hexe. Fotos: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Was war das für ein Hexenball! Ein Schöner, viele ­Schöne, jede Menge Biester, die beiden Zunftmeister im Strampelanzug, Premieren am laufenden Band und ein gestrenger Hexenmeister. Das Publikum in der voll besetzten Neuen Tonhalle in Villingen war begeistert.

VS-Villingen. Der letzte Ball von Regisseur Dominik Falk kam – wie man es von der Hexenzunft ja gewöhnt ist – wieder einmal so ganz anders daher als seine Vorgänger. Dafür wurde Falk beim Finale am Freitagabend nach elf Jahren Arbeit hinter der Bühne mit Jubel und Trara verabschiedet und zum allerersten "Ehrenballregisseur" ernannt.

Er und die verbleibenden Regisseure Tobias Kratt und Dennis Feuerstein hatten sich die Disney-Story "Die Schöne und das Biest" zur Vorlage genommen, daraus einen roten Faden gesponnen, der sich mehr oder weniger durchgängig durch die Programmpunkte zog, und alles etwas hexengleich umgemodelt.

Aus der Schönen wurde "der Schöne", der dazu auserkoren war, die Hexen zu retten. Die hatte der Hexen­meister (Peter Kirchner) nämlich aufgrund ihrer Verfehlungen in Alltagsgegenstände verwandelt. Erst, wenn der Schöne, gespielt vom komödiantischen Sprachtalent ­Alexander Köppel, aus Überzeugung selbst zu einer Hexe werden würde, solle der Fluch weichen, erzählte Märchenonkel Marc Zimmermann. Daran war zu Beginn allerdings nicht zu denken, denn der Schöne entpuppte sich sowohl als Sachse, als auch recht unbeleckt von der Villinger Fasnet. Da hatten die Akteure einiges zu tun.

Zunftmeister Meik Gildner als Schrank – "man wird hier nur auf sein Äußeres redu ziert" – und sein Vize Bato ­Vesovic, den der Hexen­meister in eine Pendeluhr verwandelt hatte, waren ratlos. "Olala, grand malheure" – ­Tobias Kratt als der dreiarmige Leuchter "Lumiére", ­versuchte es beim Schönen mit Einschleimen und die Kleinsten, die Tanzkäpsele, bezirzten ihn als tanzende Tassen. Noel und Sophia Falk, Kinder des scheidenden Regisseurs, machten sich gemeinsam mit Ralf Hellmer altkluge Gedanken zum dritten Geschlecht. Die Crew von ­Andreas Stengele bot die Fastnachtsfiguren der großen Vier auf, unter die sich auch ein Südstadtclown gemischt hatte. Das Damenballett tanzte als Besteck und bediente sich dabei Rollhockern. Die Herren des Männerballetts litten besonders: Sie steckten unfreiwillig in hautengen pastellfarbenen Tütüs oder mussten als Rosen tanzen. Die in der Disneygeschichte rebellierenden Dorfbewohner hatten sich die Red Socks, das Nachwuchsballett der Hexenzunft, zum Vorbild für ihren Tanz genommen.

Apropos Geschichte: Das Team von Franziska Feuerstein und Deborah Weißer schaffte es mit einem noch nie dagewesenen, wunderschönen Schattenspiel, "Die Schöne und das Biest" in nur acht Minuten zu erzählen. Eine Augenweide waren auch die ­"Sarabellos". Die jungen Tänzerinnen und ein Tänzer begeisterten als "Biester" mit ihren aufwändigen und originalgetreuen Kostümen – und freilich auch mit einer fetzigen Choreographie.

Mit markigem Gesang und Heavy-Metal-Rhythmen rückte dem Schönen die Hexenband zu Leibe. Die vier Musiker um Carsten Dörr hatten den Anti-Nazi-Song der Ärzte, "Arschloch", umgedichtet. "Deine Gestalt ist nur ein stummer Schrei nach Fasnet" -– hieß es darin und das Publikum ging begeistert mit. Auch ein seit fünf Jahren unveröffentlichter, weil "schlüpfriger" Song kam bestens an.

Unter der Gürtellinie fühlte sich diesmal auch die Boy Group recht wohl. Tobias Bichweiler, Dennis Feuerstein, Nico Hahn, Tobias Kratt und Dennis Viebrans – ein Quintett, dass sich laut Videobeweis gerne in so manche brenzlige Lage säuft, auf der Bühne aber als elegante, tadellose Kerzenleuchter agierte – besangen diesmal die Färberstraße als No-go-area an der Fastnacht, outeten sich als müde von der Ehe und hatten sich für den "Fasnetgoascht am Plattenteller" erstmals die Band "Klosterbrass" mit auf die Bühne geholt.

Und schließlich war es geschafft: Der Schöne wurde eine Hexe, der Hexenmeister zeigte sich gnädig und die tanzenden Hexen leiteten über zum Finale und der anschließenden Partynacht mit DJ Alex und Marco.

Weitere, im Text nicht genannte Mitwirkende: Tanzkäpsele: Leonie Binder und Nives Schui (Leitung), Ben Bichweiler, Elia Falk, Maja Kraffz, Ben Lange, Leonie Neubert, Gioia Schui, Lean Siedler, Mia Will. Sketch mit Fastnachtsfiguren: Andreas Stengele (Leitung), Max ­Hummel, Andreas Kühn, Tino Mahler, Maxi Raufer, Patrick Walch, Anna Wissert, Thomas Wollenweber. Red Socks: ­Isabel Kratt und Sabrina Stumpf (Leitung), Vivienne Arno, Damian Bibic, Marie Binder, Tizian Böhm, Franka Braun, Nicole Burger, Marijan Damnjanovic, Liam Folk, Linus Garcia, Adrian Glatz, Nils Hess, Celina und Lea Hoffmann, Samuel Kaplinski, Kim Kayan, Merle Koch, Leon und Luca Kollath, Hannah Lehmann, Mia Osteroth, Evi Sander, Levin Siedler, Alina Tas, Lea Will. Schattenspiel: ­Franziska Feuerstein und Debora Weißer (Leitung), Nadine Bickmann, Vanessa Blockus, Dennis Feuerstein, Nico Hahn, Samira Itta, Carolin Radtke, Dennis Viebrans, Dominik Weißer, Marc Zimmermann. Damenballett: Manuela Krüger und Monika Vesovic (Leitung), Julia Doser, Melanie und Nicole Fehlinger, ­Marina Hess, Sandra Hesse, Simone Hummel, Nadine Kaplinski, Melanie Müller. Männerballett: Yannic Haag und Markus Rancigaj (Leitung), Frederick Bruno, Karl-Heinz Haag, Anja Haberer-Damnjanovic, Ralf Hellmer, Steffen Hohenhaus, Max Hummel, Patrick Joggerst, Daniel Kaplinski, Manuel Rakowski, Marcel Rehra, Natascha Scheiner, Andreas Stengele, Patrick Walch. Hexen-Band: Michael Albicker, Carsten Dörr, Robert Herrmann, Markus Hess. ­Sarabellos: Aileen Höfner, Larissa Kratt und Aylin Kühne (Leitung), Luana Cardillo, Melissa Fritz, Yannic Haag, Stefanie Heuseck, Isabel Kratt, Marleen Liebert, Elena Liuzzi, ­Franziska Loyall, Isabell Pfaff, Alyssa Soler Gil, Marlene Ziegler. ­ Hexentanz: Graziella Kauschwitz und Stephanie Schaumann (Leitung), Janine Albrecht, ­Sarina Bandle, Elisabeth Braun, ­Stefan Burger, Bianca Fritz, Sina Gienger, Anja Haberer-Damnjanovic, Corinna Neubert, Denise und Yve Peduzzi, Silvana und Vanessa Schade, Stefanie Schnitker, Claudia und ­Sabrina Stumpf, Melanie Wehrle. Klosterbrass: Markus Keller (Leitung), Tim Dieterle, Dominik Eigeldinger, Heiko Gierer, Simon Glatz, Felix Haas, Jakob Hammes, Stefan Jäckle, Mathias Keller, Niklas Klein, Simon Knörle, Daniel Mertmann, David Ratz, ­Sebastian Vitt. Backstage: Pierre Wimmer (Leitung), Dennis Böhm, Maximilian Ebert, Marino Gnisci, Thomas Hardy, Daniel Kayan, Sascha Klingele, Marc Kühnle, Dennis Lenhardt, Markus Osteroth, Markus Schui, Janine Storz, Bettina Stürz, Dieter Stürz, Markus Winterhalder, Sven Wintermantel. Technik: Dennis Zothner, Raphael Vesovic, Martin Erdel und KäferPA.

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