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Villingen-Schwenningen Gemischte Stimmung bei Händlern in Fußgängerzone

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Das Geschäftekarussell dreht sich in der Schwenninger Innenstadt regelmäßig. Foto: Kratt

Spannung und Erwartung rund um das geplante Einkaufscenter Forum VS mit seinen Geschäften sind groß. Doch wie sieht es mittlerweile mit dem Handel in der Fußgängerzone aus? Ein Stimmungsbild.

VS-Schwenningen. Es ist ein typischer Brückentag, der die Menschen schon früh in die Fußgängerzone zieht. Lebendiger als sonst wirkt die Muslen, und auch in den Cafés nehmen die ersten Gäste Platz. Zwischen Muslenplatz und C&A allerdings herrscht wenig Betrieb. Unverkennbar ist hier der größte Leerstand in den Ladenzeilen. Erst seit Anfang des Monats steht die Fläche der ehemaligen Boutique Anna neben dem Brillengeschäft 123 Brille leer, die Inhaberin hat sich an ihren zweiten Standort in Trossingen zurückgezogen, heißt es auf einem Plakat am Schaufenster.

"Das war zu erwarten", kommentiert die Schwenningerin Linda Gegg im Vorbeigehen. Traurig sei, dass an solch exponierter Stelle ein Geschäft mit mehreren Schaufenstern leer stehen muss. Anders sieht es indes schräg gegenüber beim ehemaligen Juweliergeschäft Müller aus, das seit Ende letzten Jahres verwaist ist. Hier soll in den kommenden Wochen die Unternehmerfamilie Menke aus Nagold, die den Hosenshop Madison links nebenan betreibt, ein weiteres Geschäft "mit Textilien" eröffnen, wie Geschäftsführer Matthias Menke berichtet. Über die Eröffnung und die genauen Ausrichtung des neuen Ladens hält er sich noch bedeckt.

Weiter unten am Muslenplatz ist seit rund zweieinhalb Jahren das Schulranzen-Fachcenter beheimatet. Die Ladengröße sei für das Angebot – im Gegensatz zum alten Standort an der Dauchinger Straße – ideal, sagt Inhaber Martin Gnädig. Wie viele Einzelhändler in der Muslen lebe er von den Stammkunden und von denjenigen, die gezielt Rucksäcke, Schulranzen oder Koffer kauften. "Laufkundschaft kommt sehr wenig vorbei. Das ist hier einfach 1b-Lage", meint er – und hofft, dass sich dies einmal durch den Zugang zum Forum VS ändern wird.

Eine Veränderung durch das neue Einkaufscenter tue der Stadt sehr gut, ist sich Stella Riesle vom Blumenladen gegenüber vom City-Rondell sicher. Ebenso, dass Konkurrenz das Geschäft belebe. Trotzdem könne sie sich nicht vorstellen, selber einmal ins Forum VS zu ziehen. Den Fehler habe sie beim ’s Rössle gemacht. "Ich war die Erste, die wieder raus war", sagt die Floristin, die es ebenso vergeblich im City-Rondell probiert hatte. Mit ihrem jetzigen Standort ist sie grundsätzlich zufrieden. "Jeder Händler hat momentan zu kämpfen, aber ich habe diesmal wieder ein besseres Jahr." Ob dies mitunter auch an der Neugestaltung der Fußgängerzone liegt? Riesle kann es nicht dingfest machen. Schließlich sei der Handel stets in Bewegung, und man müsse versuchen, sich durch den Service von anderen abzusetzen.

Yusuf Kisaoglu von der "Stadt Schneiderei" in der Friedrich-Ebert-Straße klingt indes nicht so optimistisch. Seit mehreren Jahrzehnten ist der Schneider in Schwenningen, hatte seinen Laden zuvor unter anderem in der Marktstraße.

Seit Dezember ist er in der Fußgängerzone und hat alle Hoffnungen in den neuen Standort gesetzt. Bisher vergebens. "Es ist wie verhext: In Schwenningen herrscht einfach tote Hose", schimpft er. Der Umsatz sei wie ein Taschengeld, aber leben könne er davon nicht. Und das Forum VS? "Ich bin gespannt und hoffe, dass es nicht wieder nach zwei Jahren den Bach hinuntergeht."

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