Bildung: Lernen funktioniert trotz des Lockdowns an der Klosterringschule / Viele kreative Ideen sorgen für Kurzweil

VS-Villingen. An der Klosterringschule in Villingen-Schwenningen ist trotz des Lockdowns viel los. Mit großem Engagement der Eltern, Lehrer, Schüler sowie allen am Schulleben beteiligten Personen wird versucht, die Schulgemeinschaft und die sozialen Kontakte kreativ zu gestalten. Neben einem Schneemannwettbewerb schicken die Kinder gerade zahlreiche Fasnetsbilder von sich im Häs oder in einer Fasnetsverkleidung an die Schule, um so an der ersten Online "Fasnet-Modenshow" der Schule teilzunehmen. Diese findet am Schmotzige Dunschtig statt. Pünktlich um 11.11 Uhr werden alle eingesendeten Bilder unter www.klosterringschule-vs.de veröffentlicht.

"Unser Online-Angebot haben wir während der Corona-Zeit stark ausgebaut", so der Medienbeauftrage der Schule Julian Limberger. Auf der Homepage stehen den Schülern zahlreiche Sport- und Bastelvideos, sowie ein direkter Kontakt zur Schulsozialarbeiterin Miriam Fritzsch zur Verfügung.

"Das Homeschooling funktioniert im zweiten Lockdown schon um einiges besser als im März vergangenen Jahres. Hier gilt es einen großen Dank an die Familien zu richten", so die Schulleiterin Ursula Kühn.

"Wir warten seit vielen Monaten auf Tablets und Notebooks. Um die Wartezeit zu überbrücken, haben sich viele Familien selbstständig um Geräte bemüht, so dass die meisten Kinder am Videounterricht teilnehmen können." Die Lehrer der Klosterringschule stehen im engen Kontakt mit ihren Kindern. In allen vier Klassenstufen werden Lernpakete an die Schüler ausgeteilt, welche entweder mit selbstgedrehten Lernvideos auf einer Lernplattform oder mit täglich stattfindendem Videounterricht erklärt werden.

Die Kunstlehrerin Martina Grimm macht aber deutlich: "Neben dem Bearbeiten der einzelnen Lernpakete sollen auch die künstlerischen und musischen Aspekte nicht zu kurz kommen." So wird in der Notgruppe, aber auch zu Hause, gebastelt oder Bewegungen beispielsweise zum englischen Lied "If you‘re happy" ausgeführt.

Die Klassenlehrer der ersten und dritten Klassen haben jeweils eine Lernplattform eingerichtet und die Kinder erfreuen sich während des Homeschoolings an selbst gedrehten Lernvideos und Verlinkungen. Die Umsetzung kreativer Aufgabenstellungen werden von den Schülern fotografiert und hochgeladen. Die Klassenlehrerinnen haben eine feste Sprechstundenzeit, zu denen die Kinder sie erreichen um individuelle Fragen stellen zu können.

Während der Schulschließung halten die Zweitklässler nicht nur am Telefon Kontakt zu ihren Klassenlehrerinnen, sondern sie tauschen sich auch in vielen spannenden Briefen mit ihrem jeweiligen Klassenmaskottchen aus.

In den vierten Klassen arbeiten die Klassenlehrer täglich per Videounterricht mit den Kindern. "Die Videokonferenz mit der gesamten Klasse hilft den Schülern sehr die fehlenden sozialen Kontakte teilweise zu kompensieren", so der Klassenlehrer der 4a, Julian Limberger. "Die gemeinsamen Sportstunden vor dem Computer zaubern den Kindern oft ein Lächeln ins Gesicht und wir können so die Klassengemeinschaft zumindest ein bisschen pflegen." Die Kinder der Notbetreuung werden hierbei in die Videokonferenz mit eingebunden, so ist es möglich, dass sich die Klasse zumindest an einigen Tagen komplett sehen kann.

Gerade ist die Klosterringschule dabei, die gemeinsame Lern- und Videoplattform "SchoolFox" einzurichten, um so die Kommunikation mit den Eltern und Schülern, aber auch die Online–Angebote langfristig übersichtlicher gestalten zu können. Auch werden in naher Zukunft die versprochenen Tablets der Landesregierung erwartet. Insgesamt schauen die Kollegen positiv in die Zukunft. "Eine starke Schulgemeinschaft wie unsere", so Ursula Kühn, "wird auch diese Krise überwinden."

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