Von Cornelia Spitz

Man kann eine Initiative wie die zur Jugendbeteiligung an der Kommunalpolitik auch zerreden. Fakt ist: So erreicht man das Gegenteil. Die Jugendlichen, die hochmotiviert ihre Ideen in die Beteiligungswerkstatt einbrachten, dürften längst auf dem Boden der Tatsachen gelandet sein. Sie regten so vieles an. Und es wurde wohlwollend nickend zur Kenntnis genommen. Und dann? Nichts! Anregungen und Hinweise – selbst die auf kurzfristig lösbare Probleme – verhallten. Auf der hochgelobten Facebook-Seite zur eigens eingerichteten Website bleibt die Jugend unter sich. Die Folge: Themen dümpeln monatelang unberührt vor sich hin. Aber was, bitteschön, bringt Jugendbeteiligung, wenn sich die Kommunalpolitiker nicht nachhaltig mit den jungen Leuten auseinandersetzen? Beteiligung heißt mitwirken. Die Jugendlichen aber durften bislang nur reden. Und was sie sagten, verpuffte.

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