Der 32-Jährige hatte die Szenen am Unfallort mit seinem Smartphone gefilmt. Foto: Andreas Maier

Polizei leitet Ermittlungen gegen 32-Jährigen ein: Rettungsmaßnahmen, Fahrzeuge und Opfer gefilmt.

Villingen-Schwenningen - Nach dem tödlichen Unfall am Samstagabend auf der Schwenninger Steige hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen einen 32-jährigen "Gaffer" eingeleitet. Dies gaben das Polizeirevier Tuttlingen und die Staatsanwaltschaft Konstanz am Dienstag in einer gemeinsamen Presserklärung bekannt.

Der Mann war an dem Abend zu Fuß unterwegs und kam zufällig an der Unfallstelle vorbei. Sogleich zückte der 32-Jährige sein Smartphone und filmte die Rettungsmaßnahmen, die beschädigten Fahrzeuge und die Unfallopfer.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Straftatbestandes der "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen" eingeleitet - ein Vergehen, für welches das Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe vorsieht. Das Smartphone wurde beschlagnahmt.

Bei dem Unfall am Samstag waren drei Menschen ums Leben gekommen, mehrere Menschen wurden schwer verletzt. Ein Unfallopfer schwebt noch immer in Lebengefahr.

Gaffer bereits vor einer Woche am Werk

Bereits vor einer Woche waren nach einem tödlichen Unfall auf der A 81 bei Villingen-Schwenningen Ermittlungen gegen einen Gaffer eingeleitet worden. Auf der A 81 hatte ein Mann einen brennenden Lkw gefilmt, dessen Fahrer gestorben war. Er hatte das Foto im Anschluss auf unserer Facebookseite Schwarzwälder Bote gepostet.

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