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Villingen-Schwenningen Friedlicher Protest gegen die AfD

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Vor der Tonhalle protestieren unter anderem das Bündnis "VS ist bunt", die "Omas gegen rechts", und die "Antifa" lautstark gegen den Auftritt der AfD. Foto: Bombardi

Villingen-Schwenningen - Die AfD war zum wiederholten Mal in der Neuen Tonhalle in Villingen zu Gast, in der 140 Zuhörer die Reden von Alice Weidel, AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, und Marc Bernhard, Sprecher der Landesgruppe Baden-Württemberg im Bundestag, verfolgten. Aber auch die Gegner der Partei meldeten sich zu Wort.

Bereits mehr als eine Stunde vor dem Termin hatten sich rund 250 Demonstranten der Antifaschistischen Bewegung, von "VS ist Bunt" und der "Omas gegen rechts" eingefunden.

"Haut ab"

Sie waren gekommen, um lautstark gegen Faschismus, rechte Netzwerke, Ausländerfeindlichkeit und Nationalsozialismus zu protestieren. Mehrfach ertönte ein lautstarkes "Haut ab" in Richtung der AfD. Die Demonstration lief kontrolliert ab. Einsatzkräfte aus dem Polizeipräsidium Konstanz, von der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei überwachten vor und während der Veranstaltung den Verlauf, bei dem es keine Ausschreitungen gab. Mit Beginn der Veranstaltung zog der Demonstrationszug, in dem praktisch alle gemäß Vorschrift einen Mundschutz trugen, in Richtung Innenstadt weiter. Marcel Ferraro, Pressesprecher im Polizeipräsidium Konstanz, berichtete von einem ruhigen Verlauf, der lediglich einer Anzahl von Einsatzkräfte in einem niedrigen zweistelligen Bereich bedurfte.

Der Eintritt in die Halle war allen gestattet. Jeder Besucher bekam nach einer Personenkontrolle durch das Sicherheitspersonal der AfD und der auf Grund der Pandemie bedingten erforderlichen Registrierung der Personalien einen Platz in der Tonhalle zugewiesen. Größere Gegenstände wie Regenschirme oder Fotoapparate mussten die Besucher aus Sicherheitsgründen am Eingang abgeben und konnten sie beim Verlassen der Halle wieder abholen.

Einladung an "Omas gegen rechts"

Martin Rothweiler, AfD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat der Doppelstadt, erinnerte in seiner Begrüßung an die Wertschätzung, welche die AfD-Bundestagsabgeordneten den Parteimitgliedern mit ihrem wiederholten Besuch in der Tonhalle entgegenbringen. Relativ früh am Abend betrat Alice Weidel das Podium. Sie ging auf einige der mehr als 3000 parlamentarische Initiativen, Gesetzestexte, Anträge sowie großen und kleinen Anfragen ein, welche die AfD-Fraktion bislang im Bundestag eingebracht habe. Sie spannte den Bogen von der kompletten Abschaffung des Solidaritätszuschlags, über ein Nein zu EU-Steuern bis hin zur umgehenden Abschiebung gewalttätiger Ausländer und bezeichnete die Ablösung der Regierung Merkel als längst überfällig. Auch mit den demonstrierenden Gruppen vor der Halle beschäftigte sich die AfD-Vorsitzende, welche die Antifa als terroristische Organisation und die Regierung als deren parlamentarischen Arm bezeichnete. Die "Omas gegen rechts" lud sie ein, sich dem Dialog mit ihr zu stellen.

Bundestagsmitglied Marc Bernhard skizzierte den Ersatz der Mobilität mit fossilen Energien durch die E-Mobilität als ein einziges durch die Bundesregierung verursachtes Desaster. Nicht nachvollziehbar sei für ihn, wie sich der Strombedarf in Zukunft decken lasse und wie die Herstellung der mit Schadstoffen belasteten Akkus für E-Fahrzeuge in die Umweltbilanzen einfließe.

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