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Villingen-Schwenningen Finale mit einem Paukenduell

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Begeisterte in Villingen: die Junge Deutsche Philharmonie mit ihrem Dirigenten Jukka-Pekka Saraste. Foto: Limberger Foto: Schwarzwälder-Bote

Mit dem Großen Meisterkonzert wurde die Spielzeit der neuen Saison im Franziskaner-Konzerthaus eröffnet, und es wurde ein großer Abend für die vielen Besucher mit einem herausragenden Orchester und einem vielschichtigen Pianisten.

Villingen-Schwenningen. Oberbürgermeister Rupert Kubon hieß die Gäste willkommen, die mit der Jungen Deutschen Philharmonie unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste und dem Panisten Tzimon Barto eine herausragende Eröffnung des Konzertreigens erlebten.

Zwei Stunden Orchestermusik und Pianisten-Solo auf höchstem musikalischen Niveau mit außergewöhnlicher und exzellent gebotener Musik, das dürfte vielen Besuchern noch in sehr guter Erinnerung bleiben. Für das Eröffnungsstück gab es einen stark abgedunkelten Raum und kleine Lämpchen für das mit 80 Musikern sehr groß besetzte Orchester, dazu ungewöhnliche Musik der finnischen Komponistin Kaija Saariaho, die sich auf ihrer Reise in die Klangwelten jenseits des Gewohnten in erster Linie von der Natur inspirieren lässt: von Lichtphänomenen und Kristallen beispielsweise.

Neue Klangwelt

Die Beschreibung der Natur hatte Mystisches, bisweilen Unglaubliches in einer neuen Klangwelt, die durch ihre Vielfalt und natürlich die brillante musikalische Umsetzung bestach. Die eingesetzten Lichteffekte unterstützten wirkungsvoll die Musik, die sehr wohklingend und weich im großen Orchesterraum gespielt wurde. Sehr viel Transparenz in den Streichinstrumenten gesellten sich zu fein disponierten Bläsern, gute Perkussionisten und ein überraschendes Finale brachten den ersten großen Hörgenuss im Konzert.

Ein verkleinertes Orchester interpretierte zusammen mit dem Pianisten Tzimon Barto Sergei Prokofjews berühmtes Klavierkonzert Nummer drei in C-Dur und wusste damit das Publikum restlos zu begeistern: durch einen enthusiatischen und engagierten Pianisten, der ein brillantes Feuerwerk zusammen mit dem Orchester im dreisätzigen Klavierkonzert gab. Prokofjews vielfältige und impulsive Musik wurde fein gespielt, dramatisch interpretiert und rasant gesteigert. Der zweite Satz zeigte die wunderbare Technik des Pianisten in den verschiedenen Themen, er "lebte" förmlich für seine Musik, das Orchester zeigte sich als kongenialer Begleiter und demonstrierte einmal mehr in bester Manier die spannungsgeladene Musik des russischen Komponisten. Nach dem starken Applaus gab der Tzimon Barto eine kleine Zugabe vor der Pause.

Der Anspruch für Zuhörer und Musiker blieb hoch mit der vierten Sinfonie Nummer vier, Opus 29, "Das Unauslöschliche" des dänischen Komponisten Carl Nielsen.

Beste Attribute

Und und ein weiteres Mal beste Attribute für das internationale Orchester, in dem sich die besten Studierenden deutschsprachiger Musikhochschulen versammeln und nach bestandenem Probespiel zu einem Klangkörper mit höchsten künstlerischen Ansprüchen zusammenfinden. Ausdrucksvolle und belebende Musik, die das zu interpretierende Stück sehr reich werden ließ, sehr sauberes Spiel der Holz- und Blechbläser, unglaubliche dynamische Differenzierungen. Filigranes Spiel der Streicher und dennoch technische Brillanz, alles zusammen brachte eine unglaubliche Klangdichte in der viersätzigen Sinfonie, an deren Ende ein furioses Paukenduell stand.

Und dafür gab es langen Applaus der begeisterten Zuhörer, die den außergewöhnlichen Auftakt der Konzertreihe im Franziskaner-Konzerthaus sehr genossen.

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