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Villingen-Schwenningen Feuerwerk an Witz, Satire und Musik

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"Wueschte haben´s schwer, nehmen´s leicht": Gunther Schwarz´ "Lady Gagack und die Südstadtfüchse" besangen die dickste aller Zunftfiguren (Henry Greif). Fotos: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Seit drei Jahrzehnten sind sie als Kneipenfastnachter unterwegs: Henry Greif und Gunther Schwarz feiern ihr Bühnenjubiläum derzeit mit einer – Kneipenfasnet, natürlich.

VS-Villingen. Am Samstagabend kommt man zum dritten und letzten Mal in der Zehntscheuer anlässlich "30 Jahre Rollenschütteln" zusammen. Auch dann ist diese mit rund 120 Gästen – wie schon am Donnerstag- und Freitagabend – ausverkauft.

Freuen dürfen sich die Zuschauer auf ein dreieinhalbstündiges Feuerwerk an Witz, Satire und Musik von gleich mehreren "Fixsternen am Himmel des guten Geschmacks". Mehrere Stüble­teams wirten unter der Regie von Jörg Westermann an allen drei Abenden und zu Gunsten der guten Sache: Der Erlös fließt je zur Hälfte an das Klinikum für Kinderheilkunde Schwarzwald-Baar und das Kinder- und Jugendhospiz "Sternschnuppe".

Die beiden Bühnenprofis Schwarz und Greif haben sich Freunde an die Seite geholt: Total verkehrt, die Hills Angels, Michael Schonhardt alias Dr. Hans Wurst, Die Vier mit der Leiter sowie Lady Gagack und die Südstadtfüchse.

Mit einem Best-of bescherte man der Villinger Fasnet schon bei der Premiere gemeinsam einen ersten Höhepunkt. Greif und Schwarz, die "zwei Pädagogen, die nicht an der Front gefallen sind", die beiden Wortakrobaten, die mit der Sprache spielen wie Kinder mit Bausteinen, begeisterten das "liebe Gleichgesindel" zu Beginn nicht nur mit ihren verbalen Kunst­stücken, die stets mit einem "Röllele schüttele" (ein jeder Gast hatte am Eingang ein solches erhalten) quittiert wurden, sondern auch mit Erinnerungen an die gute alte Zeit.

In der Cholera – äh – Kohl-Ära begannen sie mit ihrem Zug durch die Lokale, zu denen damals noch Rieggers Weinstube zählte. Die beiden wohl eingebürgertsten Nicht-Villinger sorgten für ein Wiedersehen mit dem Skisprung-As Martin Schmitt samt "Welt-Kapp" und "Zunftlättle", pardon Fischer-Ski ("mit so Ski häsch in Sotchi koa Problem"), Mitglied der Schanzelzunft und Anhänger von "Thai Ski" ("Mein chinesischer Urologe rät mir immer: lass es laufen").

Bei der Verfolgung des Großen Umzuges vom Fenster aus ließen sich die beiden über das närrische Volk aus. Der Narrovater sollte "bei der Fahne eigentlich nicht mitdürfen", die "Wueschte haben das Brett vorm Kopf hinten" und der Nachfolger vom Schemenpapst Manfred Merz ist freilich seine Frau, denn "Vati kann – Mutti auch". "Total verkehrt" – Martin und Tommy Gässler, Jürgen Pech und Barni Maier alias Käpt’n, Pille, Scotty und der schwule ­Spocky vom "Traumschiff Enterprise", beschäftigten sich musikalisch mit Horrorclowns, verunfallten Stinktieren und der Körperbehaarung von Barnis Lehrerin.

Michael Schonhardt widmete sich der sparsamen Villinger Dialektik, analysierte das "Jo, scho, un, wie?" und näherte sich dem Wort "äfange" nahezu wissenschaftlich. Noch einmal Tommy Häsler, diesmal mit Lody van Vlotrop, Michael Hils und Kerstin Seidel, zusammen die "Hills Angels", sangen von Jakob, dem Kompostwurm, vom Leben als Rentner und als Clobrillendesigner.

Ein paar Hennen und Füchse – "Lady Gagack und die Südstadtfüchse inklusive Gunther Schwarz – waren nicht nur sehr gut, weil geschult bei Stimme, sondern unterhielten auch mit originellen Texten.

Anselm Säger, Alex Brüderle, Andreas Messmer und Klaus Richter sind "die Vier mit der Leiter", die ihre drei besten Bühnenshows der vergangenen Jahre präsentierten. Geschichtswissenschaftlich wiesen sie nach, dass der Narro sogar schon 1584 vor Christus existierte, sie kommentierten einen Multikulti-Fastnachtsumzug und ließen als inkompetente, aber überengagierte Feuerwehrmänner das Publikum aus dem Lachen nicht mehr herauskommen.

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