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Villingen-Schwenningen Fastnacht 2021 derzeit kaum kalkulierbar

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Foto: Archivfoto: Kienzler

Villingen-Schwenningen - Glückselig ist Anselm Säger gerade nicht, denkt er an die kommende Fastnacht 2021. Denn ob diese stattfindet oder nicht, entscheidet sich frühestens im Herbst. Der Vorsitzende der Narrozunft Villingen hofft nur, dass sein derzeitiges Bauchgefühl ihn täuscht.

Fällt aufgrund der Corona-Krise die Fastnacht 2021 aus? Zwar sind es bis zum eigentlichen Saisonbeginn am 6. Januar noch ein paar Monate, doch der Termin für den Start zur Vorbereitung der Saalfasnet rückt immer näher: Wie soll das Programm aussehen, welche Choreographie könnte passen, unter welchem Motto soll das Publikum bei Laune gehalten werden? In welcher Form die Fastnacht im nächsten Jahr abläuft, wenn überhaupt etwas läuft, das ist derzeit kaum kalkulierbar.

Ob Narros, Katzen oder Glonkis: Alle hängen in der Luft. Ein zweites 1991? Anselm Säger, Zunftmeister der Villinger Narrozunft, bekräftigt auf Anfrage des Schwarzwälder Boten: "Ende September oder Anfang Oktober werden wir darüber entscheiden." Unter "wir" versteht Säger nicht den größten Verein aus VS, die Narrozunft, sondern die Zuggesellschaft Villingen.

Zwei Alternativen

Zwei Alternativen sieht Säger: Entweder "wir lassen es laufen und sagen das Ganze dann doch ab", oder aber "wir sagen es ab und lassen die Bälle dann eben in abgespeckter Form über die Bühne gehen", spielt er auf die Saalfasnet ab. "Die Fasnet wollen wir uns nicht nehmen lassen", betont Säger, schon gleich gar nicht das "Kerngeschäft ­Straßenfasnet".

Der Zunftobere hofft, dass er mit seinem Bauchgefühl dieses Mal komplett daneben liegt "und wir die Fasnet 2021 nicht doch komplett absagen müssen", so wie im Jahr 1991, zur Zeit des Irak-Kriegs.

Steht die Fastnacht 2021 auf der Kippe? Eine klare Ansage dazu kam vor kurzem aus dem Vorstand der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Deren Verbandsspitze unter Roland Wehrle winkt derzeit ab. Solche Diskussionen sind für Wehrle noch verfrüht. "Wir sind der Auffassung, dass zum derzeitigen Zeitpunkt kein Grund besteht, die Fastnacht abzusagen", sagte VSAN-Präsident Roland Wehrle. Sollte sich die Coronakrise aber durch eine zweite Welle wieder verschärfen, müsse man erneut abwägen.

"Natürlich haben wir ein Recht auf unsere Fastnacht. Aber genauso hoch wiegt die Verantwortung für die Allgemeinheit." Für den VSAN dürfte nach den Sommerferien die heiße Findungsphase beginnen.

Planungen bereits angelaufen

Präsent ist das Thema auch in der Stadtverwaltung. "So wie alle anderen Veranstaltungen auch", so Pressesprecherin Oxana Brunner, stehe die Fasnet 2021 im Fokus und auf dem Prüfstand. Immerhin bereitet die Stadt bereits eine Vorstandssitzung der Zuggesellschaft vor, "dort wird auch dieses Thema behandelt".

Dominik Schaaf, Chef der Katzenmusik, hängt ebenso in der Luft. Zwar haben bei den Katzen die ersten Planungen für die kommende Saalfasnet begonnen. Doch ob die Kamuvis erneut die Puppen tanzen lassen, ist ebenso fraglich wie der große Auftritt der Katzenmusik-Spitze bei der Ordensverleihung am Fastnachtsmontag. "Wir planen jetzt erstmal ganz normal."

Ähnlich läuft es bei der Glonkigilde. Eigentlich, so Glonkimutter Ulrike ­Heggen, sollten sich die Regisseure jetzt Gedanken über das Motto 2021 machen, aber "wir schieben das jetzt bis nach den Sommerferien".

Dennoch sind die ersten Planungen bereits angelaufen. Ähnlich viele Fragezeichen tun sich auf der Schwenninger Seite auf. "Wir gehen vorsichtiger an die Sache heran als sonst", erläutert Florian Schütze die Strategie der Schwenninger Narrenzunft. Spätestens nach den Sommerferien müssten ebenso in der Neckarstadt die Diskussionen und Überlegungen starten. Möglicherweise auch zu einer Fastnacht in abgespeckter Form? "Wir werden uns sicher darüber Gedanken machen", so der stellvertretende Zunftmeister.

"Stadtgespräch", beobachtet er, sei das Thema ohnehin schon jetzt. Was geht und was nicht. In dieser Frage hält es Schütze wie Verbandskollege Wehrle: "Wir schauen, was die Kicker machen." Oder salopp ausgedrückt: Wenn die wieder kicken, dann schunkeln wir auch ­wieder.

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