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Villingen-Schwenningen Fanden trotz Sturmtief Sabine Radarkontrollen statt?

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Foto: lassedesignen – adobe.stock.com | Montage: Druve

Villingen-Schwenningen - Eine zumindest dürfte die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei Weitem übertroffen haben: Sabine. Ob die Radiomeldungen überhaupt stimmen, wonach während des Sturms in VS Radarkontrollen vonstatten gegangen sein sollen, lesen Sie in unserem (Schwabo plus)-Artikel.

Der Sturm toste am Montagvormittag, Baumäste krachten zu Boden, gelbe Säcke flogen durch die Luft. Währenddessen tat der freundliche ­Sprecher im Autoradio kund: "Vorsicht Autofahrer, hier wird geblitzt: in der Bärengasse in Villingen…".

Die Meldung steht in krassem Widerstreit zu der Information der Stadtverwaltung, wonach am Montag Mann und Maus nötig waren, um die Auswirkungen des Sturms in Grenzen zu halten. In der Bilanz von Orkantief Sabine von der Stadtverwaltung mussten die Technischen Dienste mehr als 50 Mal ausrücken, um für Absperrungen und sichere Straßen zu sorgen und viele Aufräumarbeiten zu erledigen. Die Freiwillige Feuerwehr VS sei mit mehr als 250 Personen im Einsatz gewesen. Bilder von entwurzelten oder wie Streichhölzer umgeknickten Baumriesen belegten den Ausnahmezustand dieses Tages ebenso wie die Meldungen der Forstleute, die von einem "immensen Schaden" durch das Orkantief ausgehen.

Es muss also eine Falschmeldung gewesen sein, dass währenddessen in der Villinger Bärengasse Jagd auf Verkehrssünder gemacht worden sein soll - mag man denken. Möglicherweise waren die Blitze auch natürlichen Ursprungs oder hatte sich hier jemand auf die Lauer gelegt, um die Windgeschwindigkeit von Sabine in der Innenstadt zu messen?

Radarkontrolle fand tatsächlich statt

Doch weit gefehlt, eine Nachfrage bei der Pressestelle der Stadtverwaltung bestätigt: Die Radarkontrolle hat an diesem Montagmorgen tatsächlich stattgefunden. Sie habe zwar, so Pressesprecherin Oxana Brunner, nach zwei Stunden wegen des Sturms abgebrochen werden müssen, ob dies allerdings wegen zu geringer Frequenz oder gefährlicher Wetterlage der Fall war oder etwa deshalb, weil womöglich mit einem Aufsteller geblitzt worden war und dieser den heftigen Windböen schlichtweg nicht mehr standgehalten hat, ist unklar.

Fakt ist indes: Auch am Montagnachmittag, als nicht nur das Ausmaß der Schäden und notwendigen Aufräumarbeiten klar gewesen ist, sondern auch eine zweite Sturmwelle Anlauf auf die Region genommen hat, rückten Mitarbeiter der Stadt Villingen-Schwenningen erneut auf, um Temposünder zu erwischen - dieses Mal in der Schwenninger Austraße. Vor der ehemaligen Tanzschule Herzig stand der Bus mit der Kamera auf dem Armaturenbrett.

Dass es sich bei den Orten, an welchen die Stadt solche Kontrollen vornimmt, in der Regel um neuralgische Stellen handelt, wo besondere Vorsicht geboten ist oder Raser allzu häufig zu finden sind, stellte indes Oxana Brunner im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten klar. So ist auch die Bärengasse in Villingen durchaus nicht immer ein ruhiges Fleckchen Villingen. Weil Anwohner und Eltern sich immer wieder beschwert hatten, dass Autofahrer vor der Klosterringschule nicht den Fuß vom Gas nehmen, rückten die Ordnungshüter aus. "Das Ergebnis bestätigt das", sagt Oxana Brunner, auch am stürmischen Montag: In nur zwei Stunden wurden hier 22 Autofahrer geblitzt. Bei zwei Tempomessungen in diesem Jahr wurden demnach im Durchschnitt 27 Verstöße festgestellt, 2019 waren es bei acht Messungen durchschnittlich 57 Verstöße, 2018 bei sechs Messungen 36 und 2017 bei ebenfalls sechs Messungen 27 Verkehrssünder. Nicht immer also ist in VS, wenn es bei Sturm blitzt, das Wetter schuld – manchmal sind es auch die Temposünder, und diese sollen in Kürze zu einer weiteren "Un-Zeit" ins Visier genommen werden: nämlich nachts. Der neue Super-Blitzer, den die Stadtverwaltung bereits im Herbst bestellt hat, müsste demnächst eintreffen, schätzt die Pressesprecherin der Stadtv erwaltung.

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