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Villingen-Schwenningen Es steht noch eine lange Geduldsprobe an

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Foto: Schwarzwälder-Bote

Vor rund einem Jahr wurde die Umgestaltung der Schwenninger Schullandschaft vom Regierungspräsidium auf den Weg gebracht, seit 1. Februar laufen die Umstrukturierungen an der Friedens- und Hirschbergschule und am Schulverbund Deutenberg. Was hat sich seither getan?

VS-Schwenningen. Der Schriftzug an einer Seitenwand des Gebäudes in der Paulinenstraße lässt noch erkennen, dass hier die Hirschbergschule beheimatet ist – oder war. Denn seit 1. Februar geht sie sukzessive in die Friedensschule über und trägt seither den Namen Außenstelle Friedensschule. Rund ein Jahr hatte es gedauert, bis die Umgestaltung der Schwenninger Schullandschaft auf den Weg gebracht werden konnte. Bis dahin hatte es immer wieder Kritik vonseiten der Eltern und Stadträte an den Plänen gegeben, die Hirschbergschule zu schließen, die Janusz-Korczak-Schule in das sanierte Gebäude umziehen zu lassen sowie den Haupt- und Realschulzweig von der Friedensschule an den Schulverbund Deutenberg zu verlegen. Dies hatte ebenso zu Verzögerungen in den Planungen geführt.

Seit 1. Februar nun wächst die Friedensschule, und die Außenstelle schrumpft kontinuierlich: Alle Erstklässler sind in der Hauptstelle vereint, nur noch acht Klassen zwischen der zweiten und vierten Stufe sind in der Hirschbergschule beheimatet, berichtet Stefan Assfalg, Leiter des Amtes für Jugend, Bildung, Integration und Sport (JuBIS). "Das entspricht exakt dem Gemeinderatsbeschluss." So werde den Eltern die Möglichkeit gegeben, ihre Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit im alten Gebäude zu lassen. Ob dies auch wirklich bis zum Schluss genutzt wird, werde in Absprache mit der kommissarischen Schulleiterin Nadine vor dem Berge beziehungsweise den Eltern geprüft, sagt Assfalg und gibt zu bedenken, dass das Gebäude zunehmend leerstehen wird.

Ähnlich verhält es sich mit dem Real- und Hauptschulzweig an der Friedensschule: Da keine Fünftklässler mehr aufgenommen werden, werde pro Schuljahr ein Klassenraum frei, der von den hinzukommenden Grundschülern genutzt wird.

Und wie wird die neue Situation angenommen? Bisher laufe es gut, meint Assfalg. Der Leiter der Friedensschule, Wolfgang Kneer, sagt derweil, dass sich die Eltern – die mitunter gegen eine Auflösung der Hirschbergschule waren und sogar eine Petition gestartet hatten – mit der Situation abgefunden hätten. "Es entwickelt sich allmählich in die richtige Richtung." Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Lehrerkollegien funktioniere, wenngleich sich die Situation noch einspielen müsse. "Das sind alles neue Dimensionen."

Hatte der ursprüngliche Plan vorgesehen, an der Friedensschule mit dem Ganztagesbetrieb in Wahlform zum Schuljahr 2018/19 zu beginnen, wird er sich laut des Schulamtsleiters Assfalg um ein Jahr verschieben. "Vorher ist es für den Haushalt sowie für das städtische Hochbauamt nicht stemmbar."

Im ersten Halbjahr 2018 werde es aber an die konkreten Abstimmungen mit allen Beteiligten gehen, wie Ganztag an der Friedensschule aussehen wird. Bis dieser dann letztendlich starten kann, müssen nicht nur die Finanzierung und die Genehmigung stehen, sondern auch bauliche Maßnahmen umgesetzt werden, allen voran in der unteren Ebene. Brandschutzmaßnahmen würden derzeit noch laufen, so der Amtsleiter weiter.

Doch für die Ganztageserweiterung sind weitere Umstrukturierungen nötig: Wo der Ganztagesbereich mit Mensa hinkommen soll, ist derzeit die AWO mit ihrem Schülerhort beheimatet. Sie soll auf die Möglingshöhe in einen Neubau ziehen, in den auch der dortige Kinderhort umsiedelt. Zudem werde das Freigelände der Friedensschule kinderfreundlicher gestaltet. "Dann haben wir dort einen wunderbaren Standort, viel besser lässt sich ein Schulzentrum gar nicht machen", meint Assfalg.

An eine baldige Umsetzung der Maßnahmen noch nicht ganz glauben kann Wolfgang Kneer. Denn die derzeitigen Rahmenbedingungen bereiten dem Schulleiter große Kopfschmerzen, vor allem bei den personellen Ressourcen. Das gelte sowohl für den bekannten Lehrermangel als auch für die fehlenden Mitarbeiter der Baufirmen. Schließlich liefen die Brandschutzmaßnahmen bereits seit rund zwei Jahren stockend. Hinzu komme, dass der Hausmeister in den Personalrat aufgestiegen sei und bisher kein adäquater Ersatz gefunden werden konnte. "Die Stadt bemüht sich, aber so darf es eigentlich nicht weitergehen", meint Kneer.

Große Veränderungen stehen künftig auch in der Hirschbergschule an: Ist sie komplett leer, könne sie general- und schadstoffsaniert und die Räume neu angelegt werden – gemäß der Bedarfslage der Janusz-Korczak-Schule, erklärt Stefan Assfalg. Deren Klassen seien kleiner, gleichzeitig fungiere sie jedoch als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum für Lehrer und Eltern. Ob die HFU wie ursprünglich vorgesehen in das "höchst repräsentative" Gebäude an der Jakob-Kienzle-Straße ziehen wird, müsse geprüft werden, "wenn es soweit ist". Der Gemeinderat müsse letztendlich über die Nutzung entscheiden. Auch der Verkauf an einen Investor – ähnlich wie bei der Karlschule – sei möglich. "Interessenten gibt es bestimmt viele", mutmaßt Assfalg.

 
 

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