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Villingen-Schwenningen Gläubige nehmen Abschied von Kurt Müller

Von
Fotos: Eich Foto: Marc Eich

Villingen-Schwenningen - Noch einmal war er hier, an diesem Altar, an dem er so oft gestanden hat, "um die Heilige Messe zu lesen".

Das Bild, das Dekan Josef Fischer über seinen Vorgänger Kurt Müller am Dienstag in Erinnerung rief, sorgte für Wehmut. Der Abschied von einem ganz besonderen Münsterpfarrer, der Müller zu Lebzeiten war, schmerzt die Villinger besonders.

Schon vormittags ab 11 Uhr pilgerten die Gläubigen in das Villinger Münster, um Kurt Müller "auf Wiedersehen" zu sagen. Mit einer Engelsgeduld wurde gewartet, um am Altar einen letzten nahen Blick auf sein lächelndes Gesicht auf dem Bild zu werfen oder persönliche Gedanken im Kondolenzbuch zu verewigen.

Den ganzen Tag über sollte der Strom derer, die dem Ehrendomherr die letzte Ehre erweisen wollten, nicht abreißen. Zum Friedhof brachte all jene, die nicht gut zu Fuß waren, sogar ein eigens eingerichteter Bus-Shuttle.

Ganz viele würdevolle Worte für den nach einem Unfall so unerwartet Verstorbenen fanden die Redner ab 13 Uhr im Münster beim feierlichen Gottesdienst. Lebendige Erinnerungen wurden den Kirchenbesuchern, darunter auch viel Prominenz bis hin zum ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel, mitgegeben.

Ein geradliniger, humorvoller und doch kantiger Mensch, der 46 Jahre in Villingen gelebt hat, mit der Münsterstadt und dem Münster zutiefst verwurzelt war, nahm in vielen Facetten vor dem inneren Auge noch einmal Gestalt an. Wie er, ganz großer Freund der Musik, im Auto saß und gemeinsam mit seiner Haushälterin Agnes Asal ein Lied nach dem anderen schmetterte (eine Erinnerung von Kantor Stephan Rommelspacher). Wie er persönliche Akzente setzte, ohne die Einheit aus den Augen zu verlieren (Domkapitular Michael Hauser). Wie er einfach "immer da war, wenn er gebraucht wurde – und das war nicht selten der Fall" (Rupert Kubon), aber auch, wie er als engagierter Vertreter für die caritativen Dienste und sozialen Einrichtungen eintrat, für die der Vorstandsvorsitzende der Caritas im Schwarzwald-Baar-Kreis Michael Stöffelmeier und der ehemalige OB Rupert Kubon sprachen.

"Grußworte sind die moderne Form der Christenverfolgung", soll er, der ausufernde Debatten nicht mochte, laut Michael Stöffelmeier einmal gesagt haben. Doch jene warmen Worte und Erinnerungen, die ihn nun auf seinem letzten Weg bis ans Grab auf dem Villinger Friedhof begleitet haben, die mögen den Sprechenden sicher verziehen sein.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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