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Villingen-Schwenningen Erfolgreiche Reihe geht zu Ende

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Sie werden vom Publikum gefeiert: Markus Färber (Klarinette) und Peter Hastedt (Orgel). Mit klassischen und modernen Klängen sorgen sie für eine gelungene Abrundung der Sommernachtsmusiken. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Villingen. Die Sommernachtsmusiken 2018 in der Johanneskirche sind zu Ende und verzeichnen eine durchgängige Erfolgsbilanz, die durch einheimische Musiker abgerundet wurde.

Orgel und Klarinette standen auf dem Programm – "klassisch und modern". Der Organist und Kantor Peter Hastedt sowie Stadtmusikdirektor Markus Färber hatten ansprechende Musik gewählt, die vorwiegend heiter geprägt war. Nur das berühmte "Adagio" von Tomaso Albinoni brachte einen Hauch von Wehmut ein. Das Werk erfreut sich gleicher Beliebtheit wie Händels "Largo" oder Bachs "Air".

Hastedt ließ die Orgel in dunklen Farben singen und wohlklingend, mit klarer Ausstrahlung und warmen Ton war die Klarinette bei gewisser opernhafter Dramatik zu hören. Das Instrument vermittelte trotz barocken Grundtons teils Balkan-Stimmung und Romantik. Kunstvoll gelang der Schluss. Die Orgel sorgte für einen Guss und die Klarinette für eleganten Fluss. Gelungene Tempi vermittelten Auseinandersetzung mit den Werken, so bereits bei Charles Harford Lloyds Teilen aus einer Suite für Klavier und Klarinette. Viel Läufe bei romantisch-modernen Gefühlen brachte das Prelude, verspielt-tänzelnd gelang die Allemande, kultiviert-höfisch kam die Sarabande daher und mit Eifer und fröhlicher Laune bei folkloristischem Schimmer erklang die lebendige Gigue.

Silbrige Register und kräftige Lingualpfeifen verwendete Hastedt bei "Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter", ein Schüblerchoral, wobei der Cantus firmus im Pedal aufleuchtete. Von klassischer Heiterkeit, an Flötenuhren erinnernd und mit geistiger Nähe geprägt waren Haydns "Andante" und Peter Hastedts "Geh aus mein Herz und suche Freud". Ergänzend dazu zwei Mozart-Sonaten, wobei die Klarinette die Melodieführung übernahm und besonders KV 68 von raschem Tempo, herzerfrischendem Kirchengesang und lebendiger Musizierlaune zeugte. Man kennt die Hochzeitsmärsche von Wagner oder Mendelssohn. Nun wurde von Charles-Marie Widors der "Marche Nuptiale" geboten: leichtfüßig, Pracht entfaltend und mit dynamischem Drang Orgelfarben entwerfend. In Paris geboren, verriet der Name die Herkunft Charles Koechlins: das elsässische Mühlhausen. Mit seinen 14 Pièces entwarf er Charakterstücke für Klarinette und Klavier (Orgel), die in einer Auswahl abwechslungsreich und klangschön geboten wurden, wobei die Sicilienne besonders sensitiv gelang. Krönender Abschluss: die "Braziliera" von Darius Milhaud, ein feuriger Samba, der mitriss und begeisterten Schlussapplaus einbrachte.

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