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Villingen-Schwenningen Eisbahn komplett erneuert

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Die Kufen angeschnallt: Am Freitag, 25. Oktober, startet auf der pünktlich fertiggestellten Eisbahn II wieder der allgemeine Betrieb. Foto: Riesterer

Villingen-Schwenningen - Zwischen der vergangenen und der anstehenden Eissaison sollte die Eisbahn II von Grund auf erneuert werden. Ein knappes Zeitfenster - das eingehalten wurde. Ab Freitag, 25. Oktober, steht die Halle wieder für Kufenfreunde offen.

"In den letzten Monaten hat sich einiges getan. Ich finde, es ist ein Schmuckstück geworden", sagt Klaus Hässler stolz über die neue Eisbahn II. Am Freitag wird sie von 19 bis 21 Uhr erstmals wieder geöffnet. Die Nutzung der Curlinghalle steht derweil ebenfalls bevor: Dort soll es ab dem 1. Dezember so weit sein.

Der Geschäftsführer der Kunsteisbahn (KEB) GmbH zählt am Mittwochvormittag auf, inwiefern sich die Halle neben der Helios-Arena verändert hat: 2018 wurde die unebene Fläche mit 450 Tonnen Bitumen aufgefüllt und begradigt sowie die Kühlanlage von Ammoniak auf Glykol umgestellt. Seit April dieses Jahres ist die Eisfläche mit 26 Metern um vier Meter verschmälert – am Spielfeldrand befinden sich dafür zwei Tribünen, die etwa 500 Personen Platz bieten. "Das wird für die Eltern bei den Jugendspielen toll", freut sich Hässler.

Dach aus Holz

Die 30 Jahre alte Stahlkonstruktion der Decke wich und wurde durch Holz ersetzt – das sorgt zum einen in Kombination mit den neuen LEDs für mehr Helligkeit und eine angenehmere Atmosphäre. Zum anderen interessanterweise auch für mehr Sicherheit beim Brandschutz. "Ab einer gewissen Stärke im Querschnitt bildet sich um einen Holzbalken im Feuer eine Kokelschicht, sodass der Kern stabil bleibt. Wie wenn man einen zu großen Scheit ins Feuer wirft. Stahl dagegen versagt immer ab einer bestimmten Temperatur", erklärt der planende Architekt Uwe Schlenker.

Zudem sei die Eisbereitung zu den Übergangszeiten wegen einer offenen Seite der Halle schwierig gewesen. Diese wurde nun geschlossen, dafür die Trennwände zur Curlinghalle entfernt. Durch die Schließung der Halle sei zwar das Nutzen der Eismaschine mit Verbrennungsmotor nicht mehr erlaubt, nun wurde hierfür jedoch ein E-Fahrzeug angeschafft. Davon soll eine zweite Version angeschafft, die alte verkauft werden. "So wurde auch der Umweltgedanke mit eingebracht", so Hässler. Einen weiteren Aspekt dessen führt Uwe Schlenker auf: "Nun können wir die Beheizung und Entfeuchtung der Hallenluft zu fast 100 Prozent mit der Abwärme der Kälteanlage bewältigen."

4,9 Millionen Euro Kostenrahmen

"In fünf Monaten haben wir etwa vier Millionen Euro verbaut", so Schlenker. Der Gemeinderat hatte für die gesamte Maßnahme 4,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Im Moment streben wir da eine Punktlandung an", sagen Schlenker und Hässler.

Den Abschluss der neuen Eisbahn II machen eine Flexbande um und Bänke am Rand der Fläche. Zudem kann der Gastronomiebereich, das "Kufenstüble", künftig über eine Empore auch mit Schlittschuhen betreten werden. "Wir wussten: Das alles zu schaffen, ist ein sportliches Ziel. Aber bis auf ein paar Restarbeiten sind wir fertig, der normale Alltagswahnsinn wird uns also ab Freitag begleiten", sagt Hässler und betont: "Im Gegensatz zu anderen Projekten in der Stadt hatten wir auch Glück mit den Handwerkern und nicht einen Ausfall."

Mit eine Grundlage für den Komplettumbau zum möglichen Ganzjahresbetrieb seien zwar auch die Vermarktungsmöglichkeiten durch das inzwischen auf Eis gelegte benachbarte Green Hotel gewesen. "Wir stecken aber den Kopf nicht in den Sand und wollen die Vermarktung aktiv angehen", so Hässler. Nun, da die Halle ganzjährig genutzt werden kann, soll die "Schallmauer" der 50.000 Besucher pro Saison endgültig durchbrochen werden.

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