Von grauenhaften Geschehnissen, Mord und Intrigen ist die Nacht nach der Testamenteröffnung erfüllt: Das Villinger Sommertheater feierte eine gelungene Premiere des Kriminalstücks "Der Unheimliche" im Innenhof der Josefsgasse. Fotos: Zährl Foto: Schwarzwälder Bote

Sommertheater: Besucher begeistert bei Premiere des Stücks "Der Unheimliche" / Gruselige Geräuschkulisse

Die Premiere des Kriminalstücks "Der Unheimliche" nach Motiven von John Willard hat das Theater am Turm im Hof in der Villinger Josefsgasse in optimaler Kulisse gefeiert.

VS-Villingen. Das Stück handelt von einem Gruselkabinett, von einer Ansammlung von hinterhältigen Erbschleichern, jede Figur verfolgt einen eigenen Plan. Das Stück ist eine Mischung aus Krimi und Schauergeschichte. Für diese Inszenierung des Sommertheaters eignet sich der Platz in der historischen Innenstadt ganz besonders.

Publikumswirksam in Szene gesetzt

Im Mittelpunkt des Stücks steht das Testament des verstorbenen und exzentrischen Millionärs Cyrus West, das 20 Jahre lang im Safe vor sich hingeschlummert hat, bis der Anwalt des Toten die verbliebenen sechs Verwandten in das Anwesen des Millionärs einlädt, um dessen letzten Willen zu verlesen. Martha, das unentbehrliche Faktotum des Hauses, beweist in diesem Zusammenhang seherische Qualitäten. Zum Ärger der anderen stellt sich heraus, dass es nur eine Alleinerbin gibt.

Doch das Testament ist nicht nur ein finanzieller ­Segen, sondern mit großer Gefahr verbunden. Denn im Falle des Todes oder der Diagnose geistiger Unzurechnungsfähigkeit wird ein ­anderer Verwandter begünstigt. Ab diesem Zeitpunkt ereignen sich mysteriöse Ereignisse, die Angst und Schrecken verbreiten. Die nun anbrechende Nacht ist erfüllt von grauenhaften Geschehnissen, Mord und Intrigen.

Die dazugehörige Geräuschkulisse wie die quietschende Tür, die Warnrufe von Krähen, die dann auch tatsächlich über die offene Kulisse fliegen, Donnergrollen, das Miauen einer Katze, die zunehmende Dunkelheit, das alles trägt zur gruseligen Stimmung bei. Den Schauspielern ist das Entsetzen in das Gesicht geschrieben. Es dampft und zischt, das Bild des Verblichenen bewegt sich.

Das gesamte Team um die Regisseurin Verena Müller-Möck und die technische Leitung mit Hermann Schreiber haben keine Mühe gescheut, das Stück publikumswirksam in Szene zu setzen. Eine köstliche Unterhaltung, die man gesehen haben sollte. Entsprechend haben sich die Zuschauer mit großartigem Applaus bedankt.

Das Stück "Der Unheimliche" zeigt das Villinger Sommertheater im Innenhof der Josefsgasse. Weitere Vorstellungstermine sind für den 16., 17., 20., 22., 23., 24., 27., 29. und 30. Juni sowie 1., 4., 6., 8., 11., 13. und 14. Juli geplant. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, Einlass bereits ab 19 Uhr. Karten gibt es nur an der Abendkasse für 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Zuschauern wird empfohlen, sich mit Jacken und Decken gegen abendliche Kälte zu wappnen.

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