Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Eine große Ehre für die ehemalige Leiterin der Volkshochschule

Von
Tochter Maria Pache und Oberbürgermeister Jürgen Roth enthüllen die Gedenktafel im Vortragsraum der Volkshochschule in der Metzgergasse. Foto: Pohl Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Schwenningen. Sie war nicht nur die Gründerin der städtischen Volkshochschule (VHS) Villingen-Schwenningen, sondern auch 36 Jahre lang ihre Leiterin: Christel Pache, die bereits am 7. Oktober 2008 im Alter von 65 Jahren verstorben ist, wurde am Freitagabend eine ganz besondere Ehre zuteil. Der Vortragsraum der Volkshochschule in der Metzgergasse wurde in feierlichem Rahmen nach ihr benannt. Eine Gedenktafel an der Wand erinnert ab sofort an ihre Verdienste und ihr Schaffen in der Erwachsenenbildung.

Der Festakt war gespickt von emotionalen Erinnerungen an Christel Pache, die von 1969 bis 2005 die VHS leitete, entwickelte und bis heute in ihrer Ausrichtung prägte. Ihre Tochter Maria Pache eröffnete den Abend mit dem "Präludium aus der ersten Suite für Violoncello solo in G-Dur" von Johann Sebastian Bach auf der Viola. Für sie ist es ein besonderes Stück, "denn ich habe das früher oft beim Einschlafen gehört, wenn meine Mutter abends ab 22 Uhr auf dem Cello übte", verriet Maria Pache.

Ina Schweizer, die heutige VHS-Leiterin betonte: "Es ist ein ganz besonderer Tag, weil wir hier und heute einer Frau und ihrem Lebenswerk gedenken." Die Erwachsenenbildung habe Christel Pache besonders am Herzen gelegen und sie habe die VHS weit über die Stadtgrenzen hinaus geprägt.

Wegbegleiter würdigen große Verdienste

Oberbürgermeister Jürgen Roth blickte auf die Entwicklung der Volkshochschule seit 1946 zurück, erinnerte an den Übergang in städtische Trägerschaft Anfang der 1970er-Jahre und betonte: "Diese VHS wäre ohne Christel Pache nicht das, was sie heute ist." Pache sei ständig im Austausch mit den Bürgern gewesen, habe stets ein offenes Ohr für deren Bildungsbedürfnisse gehabt. "Sie war eine Meisterin des Networking" und habe sich stadtweit vernetzt. Zudem sei sie stets in der Lage gewesen, die unterschiedlichen Interessen zwischen Belegschaft der VHS und der Politik zusammen zu bringen.

Die Laudatio auf Christel Pache hielt ihr langjähriger Wegbegleiter, Kollege und Freund Ernst Schamburek. Er bezeichnete Christel Pache als "Frontfrau, die stets mutig voranschritt", und dennoch gerne im Hintergrund blieb. Aus ihrer Vita hob er unter anderem hervor, dass sie im Semester 1963/64 die erste weibliche Vorsitzende der Studentenbewegung Asta an der Tübinger Universität wurde. Dass sie die Erwachsenenbildung immer als kommunale Aufgabe gesehen habe, mündete in der Umwandlung der Vereinsvolkshochschule in die kommunalisierte VHS.

Schamburek beschrieb die ehemalige Leiterin als eine Chefin, die immer ein offenes Ohr gehabt habe, sehr experimentierfreudig gewesen sei und immer auch schon ihrer Zeit voraus. Allerdings, so stellte der Laudator auch klar, habe Christel Pache nicht nur Freunde gehabt. "Durch ihre konsequente und geradlinige Art war sie nicht überall beliebt." Schamburek zitierte Schauspieler Paul Newman: "Hast du keine Feinde, dann hast du keinen Charakter." Und Christel Pache sei eine Person mit Charakter gewesen. Beim Blick auf das Leben von Pache werde deutlich, so Schamburek, dass sich nun ein Kreis schließe: "In jungen Jahren ging sie in diesen Räumen auf die Mädchenschule." Und heute würde einer der Räume nach ihr benannt.

Überraschungsgast aus der Schweiz

Ein Überraschungsgast, der nicht im planmäßigen Programmablauf des Abends verzeichnet war, schloss die emotionale Feier: Marco Sigrist. Der Schweizer war nicht nur über 25 Jahre einer von Paches Wegbegleitern und Dozent an der VHS, sondern ist auch der Pate von Tochter Maria Pache. In seiner kurzen Ansprache berichtete er über die Wirkung von Paches Schaffen, die "nicht nur über die Stadtgrenzen, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus ging".

So erzählte er von den Änderungen, die Christel Pache an der Volkshochschule in Biel und Zürich bewirkte. "Der damalige Leiter der Volkshochschule Biel hat nach einem Austausch mit Christel sein komplettes Programm geändert." Und durch sie habe es an der Züricher Volkshochschule Kochkurse gegeben.

Artikel bewerten
2
loading

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.