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Villingen-Schwenningen Eine App für die Stadt?

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Villingen-Schwenningen, komprimiert in einer App für Smartphones, das möchte die Stadt Villingen-Schwenningen entwickeln. Andere Städte haben schon Erfahrung damit. Foto: Montage: Ulm

Villingen-Schwenningen - Eine App für Villingen-Schwenningen – diese Idee erhält vor allem von der jungen Generation schon im Vorfeld viel Beifall. Heute Abend berät der Gemeinderat darüber. In Balingen und Rottweil hat man damit schon Erfahrungen gemacht.

Seit August 2014 ist die Rottweil-App bereits online. "App ist nicht gleich App. Man kann verschiedene Stoßrichtungen wählen", weiß der Pressesprecher der Stadt, Tobias Hermann, "für uns ging es darum, vor allem für den Tourismus gerüstet zu sein." Was sich Villingen-Schwenningen die App kosten lassen will, möchte er gerne wissen. "35 000 Euro? das hört sich nach High-End-Produkt an, da waren wir deutlich günstiger."

Rottweil wählte den Anbieter App by you aus Balgheim, der eine Software mit entsprechendem Baukastensystem anbietet, über das die Städte ihre Apps selbst bauen und einpflegen können. Das Unternehmen ist auf Wunsch behilflich. Weil Rottweil ein Referenzprojekt war, gab es die Software umsonst, lediglich die Eigenleistung in Form der Arbeit ihres Mitarbeiters schlug zu Buche. 1000 Nutzer luden die App seit Mitte August bereits auf ihr Smartphone oder Tablett – ausbaufähig, aber "schon eine Bank", dafür dass die App mit kleinem Budget und in Eigenleistung erstellt worden sei, so Hermann. Zudem wurde die touristisch geprägte App erst angeboten, als die Saison schon zu zwei Dritteln gelaufen war – der Sommer 2015 wird also spannend, "jetzt ist es für eine komplette Bilanz noch zu früh".

App zum Nulltarif in Balingen

Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Stadtführungen und Freizeitmöglichkeiten bietet die Rottweil-App. Zudem sind Sehenswürdigkeiten, Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe in Google Maps integriert, womit sich die Nutzer informieren und orientieren können. Interaktive Nutzungen waren den Rottweilern ebenfalls wichtig: Stadtführungen können zum Beispiel direkt über die App gebucht und E-Mails sofort versendet werden.

Zum Nulltarif hat Balingen seine App Ende Mai 2014 auf den Weg gebracht – übrigens eine ganz ähnliche Variante, wie sie der Arbeitsgruppe in Villingen-Schwenningen laut Gemeinderatsvorlage offenbar vorschwebt und wofür man hier 35.000 Euro in die Hand nehmen möchte. Refinanzieren soll sie sich, erklärt Balingens Hauptamtsleiter Markus Beilharz, über Werbeeinträge der Balinger Geschäfte.

Eine Rechnung, die offenbar noch nicht aufgeht, denn Beilharz lässt durchblicken, dass die Werbeeinnahmen "eher spärlich" fließen und deshalb demnächst ein zweiter Akquise-Rundgang gestartet werden solle. Das finanzielle Risiko dieser App liege zwar bei der schweizer Firma Cityguide, die sie herausbrachte und auf diesem Gebiet bundesweit tätig ist, aber auch die Stadt selbst habe natürlich ein Interesse daran, dass die App gut angenommen werde. Cityguide-Pressesprecher Sascha Schulz berichtete auf Anfrage unserer Zeitung von 150.000 Zugriffen auf die Balinger App – allerdings auf allen Kanälen, also auch Klicks im Internet und daher eine durchaus steigerungsfähige Anzahl.

Neben dem integrierten Einkaufsführer gibt es über die Balinger App Informationen zum Rathaus, Veranstaltungen, Gastronomie, Kunst und Kultur ebenso wie die aktuellen Notdienste, Auskünfte zu Unterkünften, eine Übersicht über die Parkmöglichkeiten und den Verkehr, zu Taxis, EC-Kartenautomaten oder dem aktuellen Wetter.

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