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Villingen-Schwenningen Eigenes Kind missbraucht: Fünf Jahre Haft

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Das Landgericht Konstanz hat einen 35-jährigen Vater zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Foto: Seeger

Villingen-Schwenningen/Konstanz - Nach langem Zögern hat ein 35-jähriger Mann aus Schwenningen am Donnerstag vor dem Landgericht Konstanz fünf schwerwiegende sexuelle Übergriffe auf seine heute neunjährige Tochter eingeräumt. Das Gericht verurteilte ihn zu fünf Jahren Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mann sitzt bereits seit Februar in Untersuchungshaft. Spätestens ab März 2014 kam es in der elterlichen Wohnung zu den massiven sexuellen Übergriffen des Vaters auf seine Tochter, von denen offensichtlich niemand etwas mitbekam. Mit seinem Geständnis tat sich der Angeklagte sehr schwer. "Muss ich das sagen?", fragte er ungläubig, als man Details von ihm erwartete. Man erklärte ihm, dass das Gesetz verlangt, ein Geständnis auf seinen Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Nur so könne man feststellen, ob tatsächlich er die Taten begangen habe. Nun berief sich der 35-Jährige auf eklatante Erinnerungslücken. Die habe er, weil er lange Zeit die gefährliche Modedroge "Spice" konsumiert habe, berichtete er umständlich. Um die Nebenwirkungen der synthetischen Droge zu kompensieren, habe er dazu exzessiv gekifft.

Vater lässt bei Vergewaltigungen kaum eine Variante aus

Da er sich bei seinen Angaben dauernd in Widersprüche verwickelte, nahm ihm der inzwischen sichtlich verärgerte Vorsitzende Richter die schweren Gedächtnisprobleme nicht ab. Der Verteidiger des 35-Jährigen bat um eine kurze Pause. Danach wusste sein Mandant doch wieder einiges. Widerwillig bestätigte er Orte und Arten seiner sexuellen Betätigung mit der kleinen Tochter.

In einigen Fällen hatte er sogar mit seinem Handy Aufnahmen von seinen Quälereien der Tochter gemacht, die dem Gericht vorlagen. Einmal zog er dem Kind eine Mütze über den Kopf, fesselte dessen Hände auf dem Rücken und zwang es, ihn auf besonders ekelhafte Weise zu befriedigen. Bei seinen Vergewaltigungen in verschiedenen Räumlichkeiten der Wohnung ließ er kaum eine Variante aus. Und das kleine Mädchen schwieg, obwohl es so manche Verletzungen davongetragen haben musste.

Erst im Februar wagte die inzwischen Neunjährige, sich einer Erzieherin zu offenbaren. Bis dahin musste sie mit dem Vater in der gemeinsamen Wohnung zusammenleben. Die Mutter hatte offensichtlich Probleme, sich adäquat um die Kinder zu kümmern. Jetzt ist die Familie auseinandergebrochen. Der Vater sitzt seit acht Monaten in Untersuchungshaft, die Kinder sind in einer Jugendhilfeeinrichtung untergebracht.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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