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Villingen-Schwenningen Drogenbande wird der Prozess gemacht

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Unter anderem ein Objekt in der Bertholdstraße hatten die Fahnder im Visier. Foto: Archivfoto: Eich

Villingen-Schwenningen - Ein Jahr nach der groß angelegten Durchsuchungsaktion von mehr als 100 Beamten in der Doppelstadt erfolgt nun die juristische Aufarbeitung. Angeklagt sind insgesamt sieben Heranwachsende und Erwachsene, die in Villingen-Schwenningen dick im Drogengeschäft gewesen sein sollen.

Jäh beendet wurde dieser florierende Handel im August 2018. Damals hatten Zöllner mit Unterstützung der Landespolizei sowie der Bundespolizei im Landkreis Calw, in Rheinland-Pfalz sowie insbesondere in Villingen-Schwenningen insgesamt 13 Wohnungen durchsucht. In der Doppelstadt waren die Beamten unter anderem in der Warenburgstraße, Bertholdstraße, Schösslegasse, Dauchinger Straße und Zimmerstraße aktiv. Zudem kam es, nach einer Observation vom Gebäude der Sparkasse aus, zu einem Zugriff in der Paradiesgasse, bei dem drei Personen festgenommen wurden. Insgesamt nahmen die Fahnder im Zuge der Ermittlungen acht Person fest, für sieben davon wurde Haftbefehl erlassen. Sie sollen Drogen aus dem europäischen Ausland nach Deutschland geschmuggelt und hier verkauft haben.

Drogen im Kilobereich

Nun berichtet das Landgericht Konstanz vom anstehenden Prozess gegen die Bande. Dieser soll am 29. Juli beginnen – angesetzt sind insgesamt sechs Sitzungstage. Nach Angaben des zuständigen Gerichts wird den sieben Angeklagten, die zur Tatzeit zwischen 19 und 33 Jahre alt gewesen sein sollen, vorgeworfen, vom Sommer 2017 bis zur Polizeiaktion im August 2018 einen "schwunghaften Handel" mit Betäubungsmittel betrieben zu haben.

Verkaufswert 400.000 Euro

Angeklagt sind demnach rund 70 Taten, an denen die mutmaßlichen Täter "in unterschiedlicher Besetzung" beteiligt gewesen sein sollen. Die Mengen, mit denen offenbar gehandelt wurde, lassen aufhorchen. So soll es um rund 30 Kilogramm Marihuana, 6,5 Kilogramm Haschisch, etwa 800 Gramm Kokain und rund 1200 Ecstasy-Tabletten gegangen sein. Die Waren haben einen geschätzten Verkaufswert von über 400.000 Euro.

Die Verhandlungen gegen die Angeklagten, die aus Syrien und Algerien stammen sollen, wird übrigens in jenen extra umgebauten Räumlichkeiten abgehalten, in denen derzeit auch der so genannte Mafia-Prozess stattfindet. Einen Zusammenhang zwischen der syrisch-algerischen Gruppierung und den italienisch-stämmigen Angeklagten, die ebenfalls aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis stammen, gibt es nach Auskunft der Staatsanwaltschaft jedoch nicht.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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