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Villingen-Schwenningen Die verkannten Bewahrer der Kultur

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Zur dritten Hobbysammlerausstellung im Franziskanermuseum laden Kurator Peter Graßmann (rechts) und die Sammler Manfred Hildebrandt, Wolfgang Duffner, Rainer Hils und Wilfried Steinhardt (von links) ein. Im Bild fehlt Reinhold Liebermann. Fotos: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Villingen. "Ohne Hobbysammler könnten wir nie so viel Kulturgut bewahren" – Peter Graßmann, Kurator der dritten Hobbysammlerausstellung im Franziskanermuseum, lässt keinen Zweifel an der Bedeutung von Sammlern.

Die dritte Hobbysammler-Ausstellung, die sich im Kreuzgang auf fünf Vitrinen verteilt, geht auf eine Initiative von Manfred Hildebrandt zurück. Der leidenschaftliche Sammler fand in der Szene – "man kennt sich halt" – wieder vier Mitstreiter, die ab sofort und noch bis zum 27. Oktober einen winzigen Teil ihrer Schätze zeigen. "Jeder von uns könnte ganz alleine ein Museum füllen", glaubt Wilfried Steinhardt.

Der Villinger zeigt Griffelkästen und Schiefertafeln, wie sie noch bis in die 1960er-Jahre hinein in Schulen im Einsatz waren. Sein Urgroßvater gründete 1881 eine Schiefertafelfabrik in Dettingen, die sein Vater noch bis 1984 führte. In der Vitrine nebenan stellt Reinhold Liebermann aus Horgen, der nicht beim Pressetermin dabei sein konnte, zum Teil sehr wertvolle religiöse Volkskunst aus. Darunter auch ein TV-Star: mit seiner Maria war Liebermann bei "Kunst & Krempel" Gast beim Bayrischen Fernsehen.

Manfred Hildebrandt hat sich aus seinem reichhaltigen Sammelrepertoire diesmal für Exponate entschieden, die die Geschichte des FC 08 Villingen erzählen – von Spielplänen, Stadionpost und Fotos bisheriger Sportplätze, über Fußballschuhe und Spielplakate bis hin zum Spielerausweis des bisher einzigen Nationalspielers Hermann Gramlich. Die Schlagzeile "Der FC Villingen schnuppert jetzt Bundesliga-Luft" produzierte die Bild-Zeitung am Sonntag zu Beginn der 1970er-Jahre.

In Deutschland gibt es nur 500 Sammler wie ihn: Wolfgang Duffner aus Horgen sammelt Knöpfe. Römische Zierknöpfe, Glasknöpfe aus dem Kaiserreich, ein Zunftknopf der Binnenschiffer, den es so nur noch zweimal auf der Welt gibt, sind in seiner Vitrine zu sehen neben der Jacke eines Pferdebauern im 18. Jahrhundert mit Silberknöpfen. Vitrine Nummer fünf gehört einem Fotokamera-Fan. Rainer Hils aus Schwenningen sammelt, was eine Fotolinse hat – von 1900 bis heute. Die ersten Exemplare funktionierten mit belichteten Glasplatten, es folgten Rollfilm-, Schmalfilm- Sofortbild- und die heutigen Digitalkameras.

Weitere Informationen: Die Sammler werden an den Sonntagen, 29. September und 20. Oktober, jeweils ab 15 Uhr vor Ort sein, um ihre Objekte und deren Geschichten persönlich zu erläutern.

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