Am 16. September soll nach Mitteilung der Stadt die Sanierung der Erzbergerstraße in Schwenningen beginnen. Foto: eck

Kanalbauarbeiten in der Erzbergerstraße beginnen am 16. September. Sondierung auf Kampfmittel.

VS-Schwenningen - Das gemeinderätliche Donnerwetter zeigt Wirkung: Am Montag, 16. September, beginnen in der Erzbergerstraße Kanalbauarbeiten.Sie werden voraussichtlich bis Juli nächsten Jahres dauern. Die gesamten Straßenbauarbeiten sollen im November 2014 abgeschlossen sein. Dabei wird die Baustelle auch auf Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg sondiert.

Da die Bahnanlagen zu den bevorzugten und strategisch wichtigen Zielen im Zweiten Weltkrieg zählten, wurden über dem Gelände des Bahnhofs entlang der Bahnlinie sowie im Bereich der heutigen Gewerbeschule an der Erzbergerstraße ebenfalls zahlreiche Bomben abgeworfen. Erfahrungsgemäß hat ein bestimmter Anteil nicht gezündet und lagert noch als "Blindgänger" im Erdreich.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass bei den Kanalarbeiten Bombenblindgänger gefunden werden, sei die Baumaßnahme im Vorfeld mit Fachleuten des staatlichen Kampfmittelbeseitigungsdienstes abgestimmt worden, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Arbeiten würden von einer erfahrenen Fachfirma für Kampfmittelbeseitigung beaufsichtigt. Sollte ein Blindgänger gefunden werden, müsse umgehend für dessen Entschärfung gesorgt werden. Diese Aufgabe werde von den speziell ausgebildeten Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ausgeführt.

Begleitend zu den Maßnahmen im direkten Umfeld des Bomben-Blindgängers würde immer auch eine Sicherheitszone festgelegt, in der sich keine Personen aufhalten dürfen, informiert die Stadt weiter. Einzelne Häuser oder Wohnungen könnten sich eventuell im Bereich einer solchen Sicherheitszone befinden. Im Falle eines Bombenfundes könne möglicherweise das Verlassen der Häuser oder Wohnungen veranlasst werden. Zurückbleiben und Abwarten seien in einem solchen Fall zur eigenen Sicherheit nicht möglich. Sofern dies nötig wird, würden die Anwohner rechtzeitig informiert. Den Weisungen der Polizei, des Bürgeramts, der Feuerwehr sowie der Rettungsdienste sei Folge zu leisten. An die betroffenen Anwohner sei ein Informationsschreiben versandt worden.

Das Stadtbauamt hatte ursprünglich geplant, erst im nächsten Jahr mit den Arbeiten zu beginnen. Die Kampfmittelsondierung führe zu einem "höheren Mittelbedarf und einen verzögerten Bauablauf", hieß es zur Begründung. Daraufhin hagelte es im technischen Ausschuss Protest. Sprecher aller Fraktionen forderten einen Baubeginn noch in diesem­ Jahr.