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Villingen-Schwenningen "Die Polizei steht für die Art, wie wir leben"

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Dicht gefüllt war die Sporthalle der Polizeihochschule bei der Feierstunde. Einige Menschen fanden keinen Sitzplatz Fotos: Schück Foto: Schwarzwälder-Bote

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Begeistert von der Anwesenheit besonders vieler Menschen anlässlich der Verabschiedung des 36. Studienjahrganges zeigte sich Innenminister Thomas Strobl in der Hochschule für Polizei. Erstmals wurden in einem Jahr dort gleich zwei Studienjahrgänge verabschiedet.

Schwarzwald-Baar-Kreis. "Das Besondere an diesem Jahrgang ist, dass er aus reinen Berufsanwärtern besteht", erklärte Rektor Alexander Pick, der sich an den Stapellauf eines Schiffes erinnert fühlte. 121 Frauen und 224 Männer, die am Standort Freiburg studiert hatten, erhielten gestern ihre Zeugnisse und Bachelorurkunden.

Im März waren es 460 Studierende gewesen, die ihre Urkunden erhielten. Sehr viele Ehrengäste, unter anderem aus Canada, Zürich, St. Gallen und Graubünden verfolgten die Zeremonie. Erstmals seit vielen Jahren waren auch Gäste aus dem militärischen Bereich zugegen, wie zum Beispiel die deutsch-französische Brigade. Führungskräfte von den Polizeipräsidien des Landes, des Landeskriminalamtes, des Landesamtes für Verfassungsschutz, der Polizeigewerkschaft und des Regierungspräsidiums sowie Landespolizeipräsident Gerhard Klotter und Direktor Kurt Gött vom Amtsgericht VS waren vor Ort.

Noch nie habe er so viele politische Vertreter zu einer solchen Feier begrüßen können, meinte Pick. Er sprach von "heftigen Herausforderungen für unsere Hochschule" und einer Herkulesaufgabe". Die Welt sei starken Herausforderungen unterworfen. 2012 habe man noch nicht den Begriff Flüchtlingskrise und die gewaltigen Belastungen, die diese mit sich bringen würde, vorausahnen können. "Unser Land braucht Sie dringender denn je", appellierte Pick an die Absolventen, die er als "tolle Truppe" bezeichnete.

Der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei, die Landtagsabgeordneten Martina Braun und Karl Rombach sowie die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Wölfle waren zur Feierstunde in die Turnhalle der Hochschule gekommen. Das Landratsamt hatte Regierungsdirektorin Barbara Kollmeier geschickt. Ein Vertreter der Stadt VS fehlte, dafür hatten aber die Städte Donauschingen und Schramberg ihre Oberbürgermeister entsandt.

Innenminister Strobl sprach Herausforderungen wie Gewalt und Verrohung, die der Polizei Sorgen machen, an. Es sei es gut zu wissen, dass die Polizei in der Lage sei, diese Herausforderungen professionell zu meistern.

Gewalt gegen Polizei sei noch mal etwas anderes. "Die Polizisten stehen für die Art, wie wir alle leben. Gewalt gegen Polizei ist ein Angriff auf uns alle", sagte er. Innere Sicherheit bezeichnete der Innenminister als hohes Gut. Er habe noch nie verstanden, warum sich Sicherheit und Freiheit widersprechen sollten. "Sicherheit ist eine Voraussetzung für ein freies Leben in einem freien Staat", meinte er. Die Landesregierung erhöhe aktuell mit dem Antiterrorpaket drei Aufwendungen für die Sicherheit. 1500 zusätzliche Stellen sollen zur Stärkung der Beamten beitragen. In Bezug auf Schutzausstattung sei die baden-württembergische Polizei bundesweit beispielhaft aufgestellt. "Sie sind es, die ein geordnetes Zusammenleben in dieser Gesellschaft gewährleisten", ermunterte Strobl die Absolventen. Die Polizeiarbeit sei nahe an den Schattenseiten des Lebens mit Gewalt, Verwahrlosung und Elend. Deswegen könnten die jungen Polizeibeamten in eine Phase der Frustration geraten. "Polizeiarbeit ist Sisyphusarbeit", stellte Strobl fest, sah aber auch Anlass für Optimismus.

Michael Falk und Immanuel Baron von Freytag-Loringhoven hielten als Vorsitzende des Allgemeinen Studentenausschusses eine Ansprache. Das Festprogramm wurde stimmungsvoll umrahmt durch das Landespolizeiorchester unter der Leitung von Stefan Halder.

 
 

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