Mehr als 100 Kinder waren bei "Kids on Ice" in der Helios Arena dabei und erlebten die SERC-Profispieler hautnah. Foto: Heinig

Eishockey: Fünfte Auflage der Nachwuchsveranstaltung kommt an. Profis der Wild Wings geben Tipps.

VS-Schwenningen - Diego braucht ein Taschentuch, Ben drückt der Helm und Marcel ist gerade unsanft auf dem Po gelandet und vergießt ein paar Tränen. Die Begeisterung der mehr als 100 Vier- bis Neunjährigen für "die schönste Sportart der Welt" ließ beim Nachwuchstag des SERC "Kids on Ice" aber alle Sorgen vergessen.

Bei der fünften Auflage der Nachwuchsveranstaltung in der Helios-Arena war angesichts dieses Ansturmes nicht nur der stellvertetende Vorsitzende der Nachwuchsabteilung und Chef des Tages, Stefan Kurth, und sein Helferteam gefordert. Auch Cheftrainer Pat Cortina, Co-Trainer Petteri Väkiparta und Torwarttrainer Ilpo Kauhanen sowie einige Profispieler hatten sich die Zeit genommen, um den Kleinen Lust auf Eishockey zu machen.

Doch zuerst stand Theorie auf dem Programm, bei der die Eltern unter anderem das optimale Einstiegsalter, den Umfang der benötigten Ausrüstung und den möglichen Werdegang ihrer Zöglinge bis hin zum Profispieler erfuhren. Dann endlich hieß es für die Jungs und Mädchen: ab in die Kabine zum Einkleiden. Der Verein stellte, wo nötig, Helme, blau-weiße Trikots und Schläger. Für viele der zukünftig vielleicht einmal erfolgreichen Eishockeyspieler stellte der Gang von der Kabine bis auf die Eisfläche schon einmal die erste Herausforderung des Tages dar. Auf dem Eis wurden sie von den Spalier stehenden Profispielern wie Dustin Strahlmeier, Marc El-Sayed, Benedikt Brückner und Anthony Rech empfangen, gestützt, geschoben oder nach dem ersten Sturz mit ermunternden Worten wieder auf die Beine gestellt.

Wenig später wuselte es auf dem Eis wie auf einem Ameisenhaufen und an den Banden drängten sich aufgeregte Eltern, die die ersten Gehversuche ihrer Zöglinge als Eishockeyspieler mit der Handykamera festhielten. Je nach Vorkenntnissen tobten sich diese an verschiedenen Stationen aus: mit schon sehr wendigen Sprints auf dem Eis, mit Schlägerführung, Lauftechnik und Torschüssen. In der Laufecke ging es vornehmlich darum, sich überhaupt aufrecht zu halten und erste Meter über das Eis zu gleiten, zur Not auch mit Hilfe eines Plastikstuhles oder eines lustigen Eismännchens. Mit "Kids on Ice" legt "Wild Wings Future" einen wichtigen Grundstein für eine fundierte Nachwuchsarbeit.

Die ist im "Fünf-Sterne-Programm" der Deutschen Eishockeyliga (DEL) mit Laufschule, Schulkooperationen, Internat und einer gezielten Hinführung zum Jugendnationalspieler vorgesehen. Am Anfang steht in der Regel die Laufschule, die seit Oktober wieder zweimal pro Woche stattfindet.

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