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Villingen-Schwenningen Die Energie kommt aus Schwenningen

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Diese neu entwickelte Hand-Orthese von HKK Bionics wird mit einer Batterie von Jauch Quartz betrieben.Foto: HKK Bionics Foto: Schwarzwälder Bote

In zwei vollkommen unterschiedlichen Bereichen der Medizintechnik hat das Schwenninger Unternehmen Jauch Quartz entscheidend zu zwei Neuheiten beigetragen.

VS-Schwenningen. Sowohl die norddeutsche Firma northh medical als auch das Ulmer MedTech Start-up HKK Bionics setzen bei ihren jüngsten Entwicklungen auf Batterien aus der Neckarstadt.

Die beiden Ulmer Unternehmensgründer Dominik Hepp und Tobias Knobloch haben eine Hand-Orthese entworfen, die mit Hilfe von Sensoren die Kontraktion der noch funktionsfähigen Muskeln im Unterarm registriert und die Bewegungsabsicht erkennt. Die Exomechanik des Handschuhs unterstützt dann die Greiffunktion der Hand.

Die ausgefeilte Technik der Orthese stellt hohe Anforderungen an die Stromversorgung. Schließlich soll das Hilfsmittel nach Vorstellung der beiden Gründer von den Patienten den ganzen Tag über genutzt werden können. Dementsprechend hoch muss die Kapazität der Batterie sein. Gleichzeitig soll die Stromversorgung möglichst leicht sein, um den Träger der Orthese nicht unnötig zu belasten. Zudem gelten höchste Sicherheitsstandards, da das Produkt von morgens bis abends direkt am Körper getragen werden soll.

Und hier kommt die Schwenninger Firma ins Spiel, die die passende Lithium-Batterie kundenspezifisch im Angebot hat. "Für die Orthese der Ulmer kommt nur eine Lithium-Batterie infrage. Dank ihres geringen Eigengewichts von Lithium sind diese Batterien deutlich leichter als beispielsweise die sonst weit verbreiteten Alkali- oder Nickel-Metallhybrid-Batterien.

Darüber hinaus verfügen Lithium-Batterien zusätzlich über eine höhere Energiedichte und eine höhere Zellspannung. So kann der Strombedarf der Orthese gedeckt und gleichzeitig Gewicht gespart werden", erklärt Sönke Zacher, der als Projektmanager bei Jauch Quartz die Entwicklung der Stromversorgung für die Orthese begleitet hat.

Synchronisation eines Herzschlags möglich

Das zweite Unternehmen, für welches die Schwenninger Firma die passende Stromversorgung entwickelt hat, ist die northh medical. Mit dem Produkt "Smart Sync" lässt sich der Herzschlag eines ungeborenen Kindes mit einem Kernspintomographen (MRT) synchronisieren. Doch wozu das Ganze? Es ist eine Lösung, um angeborene Herzfehler zu erkennen. "Insbesondere in den letzten Schwangerschaftswochen stößt die Herzbildgebung bei einer normalen Ultraschalluntersuchung an ihre Grenzen", sagt Christian Ruprecht, einer der Gründer von northh medical.

Die Synchronisation des Herzschlags mit dem MRT ermöglicht eine Darstellung des Herzens in deutlich besserer Qualität als bisher bei einer MRT-Untersuchung, erklärt Christian Ruprecht. "Dies ermöglicht erstmalig eine diagnostische Bildqualität mit dem MRT, mit dem angeborene Herzfehler diagnostiziert werden könnten", so der Unternehmer.

Einige Hürden mussten überwunden werden

In der Entwicklung von "Smart Sync", gab es für die Norddeutschen einige Hürden zu überwinden. Insbesondere die Suche nach der richtigen Batterielösung gestaltete sich als schwierig. "Wir haben sehr lange gesucht, bis wir mit der Jauch Quartz GmbH schließlich den passenden Partner gefunden haben", erinnert sich Ruprecht.

Und über northh medical wird der Lithium-Polymer-Akku von Jauch Quartz in die Welt getragen. Prototypen von "Smart Sync" sind mittlerweile weltweit im Einsatz. Die Universitätskliniken in Lund, Boston, Wien, Göttingen und Gießen nutzen das Gerät ebenso wie das Medical Center in Tel Aviv. Daneben arbeitet northh daran, dass smart sync-Verfahren auch auf Erwachsene auszudehnen.

"Die Anwendung von smart sync für die Herzbildgebung via MRT könnte das bisher übliche etablierte EKG-Verfahren ergänzen, schließlich treten auch hier immer wieder Störungen und Ungenauigkeiten auf", sagt Ruprecht.

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