Das Projekt "NeckarFair" in der Landhausstraße ist ausgezeichnet – dafür gab es nun den Deutschen Bauherrenpreis 2018. Foto: wbg

Wohnungsbau-Geschäftsführer Rainer Müldner bei Verleihung in Berlin. Unter 33 Projekten durchgesetzt.

VS-Schwenningen - Das Projekt "NeckarFair" Wohnungsbaugesellschaft wbg erhielt am Mittwochabend in Berlin den Deutschen Bauherrenpreis 2018.

Gut ein halbes Jahr fieberten Rainer Müldner und die Wohnungsbaugesellschaft (wbg) Villingen-Schwenningen diesem Tag entgegen. Bereits im vergangenen August bekam Müldner Post aus Berlin und wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass sein Projekt "NeckarFair" in der Landhausstraße in Schwenningen für den Deutschen Bauherrenpreis 2018 nominiert ist.

Am Mittwochabend war es dann soweit: Müldner persönlich reiste nach Berlin zur Verleihung. "Wir sind in der elften Kategorie nominiert", verriet er am Telefon nur wenige Stunden vor Beginn der Veranstaltung des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. "Ich gehe davon aus, dass wir gegen 21 Uhr wissen, ob es gereicht hat", gab Müldner einen Ausblick auf den Ablauf des Abends.

Und so kam es: Acht Minuten nach 21 Uhr postete der wgb-Geschäftsführer die frohe Kunde auf Facebook, wenig später teilte er schon am Telefon seine Freude mit dem Schwarzwälder Boten mit: "Es ist unglaublich: Der Deutsche Bauherrenpreis 2018 geht nach Villingen-Schwenningen!" Die Freude im Sommer über die Nominierung sei schon riesig gewesen, danach die Spannung, nun aber ist Müldner von der Preisverleihung überwältigt: "Das ist schon ein ganz besonderes Erlebnis!" In einer Reihe vieler Projekte, auch aus Metropolregionen, sei Villingen-Schwenningen genannt worden – und schließlich sogar als Preisträger daraus hervorgegangen. Das zeige, dass die wbg das Thema bezahlbarer Wohnraum richtig besetzt habe und sei nun ein schöner Rückenwind für das ganz ähnliche Projekt SperberFair in Villingen.

140 Projekte schon im Vorfeld ausgestochen

Der Deutsche Bauherrenpreis gilt als wichtigste Auszeichnung im Bereich Wohnungsbau in Deutschland und wird von einer elfköpfigen Jury unter dem Vorsitz des Architekten Heiner Farwick, Präsident des Bundes Deutscher Architekten, verliehen. Allein deshalb ist es für Rainer Müldner schon "eine Ehre", dass das Projekt "NeckarFair" überhaupt nominiert wurde. Insgesamt 173 Bauprojekte wurden als Bewerbung eingereicht, 33 davon kamen in die Endauswahl und wurden in Berlin am Mittwochabend nochmals ins kurzen Präsentationen vorgestellt.

Die Nominierten waren in elf Kategorien unterteilt. Dabei reichen die Themengebiete von Beiträgen zur Stadtreparatur und die Erneuerung von Bestandsgebäuden, bis hin zu ganz neuen Wohnquartieren. Laut der Jury bilden die Projekte die gesamte Bandbreite an Wohnungsbau ab und seien beispielgebend für sozialen, nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum.

Der Bauherrenpreis selbst ist nicht dotiert. "Es geht allein um die Auszeichnung und den Titel Preisträger, nicht aber um Euro-Beträge für den Gewinner", erklärt Müldner.

Beim Projekt "NeckarFair" geht es allerdings sehr wohl um Geld – und zwar um möglichst wenig. Die 47 Wohnungen, die in der Landhausstraße errichtet wurden, dienen als sozialer und vor allem bezahlbarer Wohnraum. Und nicht nur das: In den vier Gebäuden sind unter anderem die Teenie-Mütter-WG, die von der ProKids-Stiftung betreut wird, sowie eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Handicap untergebracht. Es geht bei "NeckarFair" also nicht nur darum, sozial schwächeren Menschen das Wohnen für bezahlbare Mieten zu ermöglichen, sondern auch passende Wohnungen anzubieten.

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