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Villingen-Schwenningen Deutenberg-Gymi: Neues von Pannen-Baustelle

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Foto: Schwarzwälder Bote

Villingen-Schwenningen - Das Gymnasium am Deutenberg hat nicht nur das Zeug dazu, Villingen-Schwenningens ganz eigener Berliner Flughafen zu werden – es könnte auch noch im Zentrum eines Rechtsstreits stehen. Denn: Derzeit werden die Regressansprüche der Stadt an beauftragte Firmen geprüft.

In der Gemeinderatssitzung im Juli flogen die Fetzen. "Der aktuelle Kostenstand von hotz + architekten (Stand 30. August) weist keine Mehrkosten gegenüber der im Gemeinderat am 24. Juli beschlossenen Budgeterhöhung aus" – der erste Satz im aktuellen Sachstandsbericht liest sich beinahe ungewohnt. Allzu oft mussten die doppelstädtischen Gemeinderäte in den vergangenen Monaten in den sauren Apfel beißen und zähneknirschend heftige Mehrkosten genehmigen. Immer wieder Mehrkosten wegen neuer Wendungen oder laut den Planern unvorhersehbarer Zwischenfälle, wegen Altlasten und den Preissteigerungen im Baugewerbe – die Sanierungskosten explodierten. 31,5 Millionen Euro ­sollen es im Juli gewesen sein. Wie hoch die Summe am Ende tatsächlich sein wird, vermag aktuell niemand mehr zu sagen.

Die Hiobsbotschaft im Juli aber war diese: Das sanierte Gymnasium soll – im günstigsten Fall – erst im Sommer 2020 wieder bezugsfertig sein.

Die Stadträte gingen mit Matthias Hotz und seinen Kollegen äußerst hart ins Gericht. Doch die wirkliche Aufarbeitung des Gesagten und Vorgeworfenen folgte später in den Amtsstuben.

"Dem Trockenbauer wurde am 8. August gekündigt", heißt es in der Sitzungsvorlage – konkret wurde bezüglich dessen Arbeit im Juli tatsächlich bereits Pfusch am Bau vorgeworfen. Zu Ende scheint dieses kleine von mehreren Kapiteln damit nicht zu sein: Der Auftragnehmer habe widersprochen.

Da es auf der Baustelle trotzdem weitergehen muss, wurde der aktuelle Leistungsstand Mitte August mit der Bauleitung und dem Auftragnehmer und dem Auftraggeber dokumentiert – zwei bis fünf Mann arbeiteten derzeit "festgestellte Mängel" noch ab, so die Stadtverwaltung. Nach finaler rechtlicher Prüfung sollen die restlichen Trockenbauarbeiten dann europaweit neu ausgeschrieben werden.

Eine neue Trockenbaufirma soll den Zuschlag am 27. November erhalten und am 11. Dezember ihre Arbeit am GaD aufnehmen. Aber die Krux dabei: Die Unternehmen in der Baubranche sind häufig über- und ausgelastet, was sich nicht nur auf Baupreise, sondern auch auf die Verfügbarkeit möglicher Firmen auswirkt – noch ist die neue Trockenbaufirma nicht gefunden.

Einen kleinen Teil des Vertrages würde die Stadt, vorbehaltlich einer rechtlichen Prüfung ob das überhaupt möglich ist, gerne mit dem dafür beauftragten Subunternehmer vornehmen und dadurch nicht noch einmal neu ausschreiben.

Sieben Firmen werkeln derzeit auf der Baustelle, ein Schlosser, der die Außentreppen erstellen sollte, sei in Verzug. Trotz aller Widrigkeiten ist die Hoffnung groß – die Stadtverwaltung geht von einem "Wiedereinzug der Schule Ende Juli (vor den Sommerferien)" aus.

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