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Villingen-Schwenningen Der Katzenjammer hält sich in Grenzen

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Oberbürgermeister Jürgen Roth begrüßt neue und alte Stadträte im Schwenninger Rathaus nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses. Fotos: Streck Foto: Schwarzwälder Bote

Villingen-Schwenningen. Für einige Stadträte wird der 10. Juli ein Tag wie jeder andere sein. Im neuen Gemeinderat, der sich dann zum ersten Mal trifft, sind sie nicht mehr dabei. Der Katzenjammer darüber hält sich in Grenzen.

Wer mit wie vielen Stimmen im neuen Gemeinderat der Doppelstadt sitzt, darüber hat der Schwarzwälder Bote berichtet. Doch "endgültig" ist das Ergebnis erst, wenn Joachim Wöhrle, Leiter des städtischen Haupt- und Personalamtes, am Montag, 3. Juni, seine Aufgabe als Vorsitzender des Wahlausschusses aufnimmt. Und die Ausschussmitglieder, Vertreter aus allen Fraktionen, das Wahlergebnis feststellen. Den Stempel "Endgültigkeit" drücken nur ehemalige Stadträte dem Wahlresultat auf, so Wöhrle.

Noch vor der Sommerpause, am Mittwoch, 10. Juli, wird es ernst, dann trifft sich der neue Gemeinderat zu seiner ersten Sitzung. Silvia Wölfle (SPD), Rudolf Nenno (FW) und Dirk Caroli (FDP) wären zwar gerne ein weiteres Mal mit am Ratstisch gesessen, doch die Wähler wollten es anders. Die Sozialdemokratin aus Villingen verhehlt ihre Enttäuschung nicht. "Ja, ich bin mehr als überrascht über das Ergebnis", insgesamt verbuchte sie 4601 Stimmen, "aber es ist schon okay". Kann sie sich ihr Aus erklären? "Die Außenwirkung fehlte eben", versucht sie sich in einer Analyse, obwohl sie in einige Beiräte eingebunden war. "Ich war mit viel Herzblut dabei."

Wenigstens einen Lichtblick für sie: "Ich kann wieder mein normales Leben führen und habe mehr Freizeit." Nicht nur für ihren Lebensgefährten, sondern auch für ihre kleine Enkeltochter. Könnte sie sich eine weitere Kandidatur vorstellen? Für ein passendes Ehrenamt, kommt die Antwort spontan, wäre sie sicher zu haben, mehr nicht.

Rudolf Nenno von den Freien Wählern war nicht ganz so erstaunt über die 5345 Stimmen, die er erzielte. Von großer Enttäuschung über sein kommunalpolitisches Aus ist beim Telefonat am Dienstagnachmittag nicht viel zu spüren.

"Der Wahlkampf ist etwas anders gelaufen als früher", analysiert er, und er habe sich auch nicht so stark engagiert, reflexiert er. "Ich habe aber diesen Job gerne gemacht." Ob er sich einen weiteren Anlauf bei den nächsten Kommunalwahlen vorstellen könnte? "Das möchte ich noch offen lassen", so Nenno, der sich zusammen mit Fraktionskollege Bertold Ummenhofer als Sprecher der Bürgerinitiative gegen ein zentrales Rathaus einen Namen gemacht hatte. Unterm Strich sieht auch er sein Ausscheiden eher positiv: "Ich kann jetzt mit meiner Freizeit mehr anfangen."

Wie nimmt Dirk Caroli sein schnell beendetes kommunalpolitisches Gastspiel für die Liberalen auf? Caroli trägt seine 3099 Stimmen mit Fassung. Im Vorfeld des Wahltages am Sonntag habe er sich bereits Gedanken gemacht, wie die Wähler wohl seinen Parteienwechsel aufnehmen würden: Zur Erinnerung: Caroli hatte mit der AfD gebrochen und wechselte 2016 zu den Liberalen, die daraufhin Fraktionsstärke bekamen. Angesichts dessen, meint er selbstbewusst, "kann sich das Ergebnis sehen lassen". Seine politische Karriere, bekräftigt er, sei mit dem aktuellen Aus noch nicht am Ende.

Politisch am Ende dürften zwei neue Stadträte noch lange nicht sein. Die Bündnisgrünen Einsteiger Constanze Kaiser und Oskar Hahn sind Jahrgang 1987 und damit die jüngsten im neuen Gremium.

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