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Villingen-Schwenningen Das Kulturcafé startet stark ins neue Jahr

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Rolf Klaiber präsentiert – frisch aus dem Druck – das neue Programm. Foto: Trenkle Foto: Schwarzwälder Bote

Rolf Klaiber, Initiator von Härings Kulturcafé, präsentiert das neue Programm der Schwenninger Reihe. Neben Veranstaltungen mit Jazz, Lyrik, Kabarett und klassischer Musik ist erstmals auch eine Kooperation mit der Trossinger Musikhochschule geplant.

VS-Schwenningen. Rund ein Jahr ist es her, dass der Moderator und Initiator der bekannten Schwenninger Reihe Härings Kulturcafé, Rolf Klaiber, eine längere Pause ankündigt hatte. Damals lag sogar das Ende der Reihe in Sichtweite.

Doch nach einem Neustart läuft diese nun wieder stabil. Ganz frisch aus der Druckmaschine konnte Rolf Klaiber am Sonntag gegen Ende einer Autorenlesung (wir berichteten) den neuesten Prospekt und damit das Programm für das Jahr 2020 präsentieren. Lieder, Klassik, Lyrik, Jazz, Tango, Literatur, Open-Source-Ensemble und Musikkabarett stellen die Bandbreite in diesem dar.

Grund für die Zwangspause war eine Finanzierungslücke. Wenn Einzelveranstaltungen schlecht besucht waren, legte der engagierte Spiel- und Theaterpädagoge nicht selten aus eigener Tasche etwas drauf. Inklusive der Veranstaltungen in diesem Jahr fanden seit dem Start 2011 inzwischen rund 110 Events mit unterschiedlichsten Charakteren und in verschiedenster Gestalt statt.

Seit Beginn der nunmehr schon wieder zu Ende gegangenen Saison 2019 erfährt das Kulturcafé über das Kulturamt durch Plakatierung ein wenig Unterstützung. Auf dem Programmprospekt finden sich auch Werbeanzeigen, so dass ein kleiner finanzieller Rückhalt vorhanden ist.

"Nach unserer Denkpause Anfang des Jahres haben sich die Turbulenzen gelegt, nicht zuletzt dank Ihrer Treue als Besucher und der Unterstützung der Stadt Villingen-Schwenningen und etlicher Unternehmen dieser Stadt", äußert sich Rolf Klaiber gegenüber dem anwesenden Publikum.

Studierende erkunden musikalische Welten

Gab es bislang schon eine Kooperation mit der Volkshochschule in der Doppelstadt, so öffnet sich die Kulturreihe im Jahr 2020 auch für eine Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Trossingen und widmet dieser eine kleine aber feine Konzertreihe. Im Frühjahr startet diese am Freitag, 17. April, mit dem neugegründeten Open-Source-Ensemble. Herausragende und engagierte Studierende werden in diesem Rahmen gemeinsam mit ihrer Professorin Sonja Lena Schmid neue musikalische Welten erkunden.

Das Kulturcafé-Jahr beschließen wird die Trossinger Hochschule mit einem moderierten Liederabend zum Thema "Kunst der romantischen Liedvertonung". Zu Gehör gebracht werden am Sonntag, 6. Dezember, unter anderem Werke von Komponisten wie Johannes Brahms, Gustav Mahler, aber auch Benjamin Britten und Jörg Widmann.

Los geht das neue Programm allerdings deftig bayrisch mit Georg Spindler am Freitag, 10. Januar. Spindlers hintergründigen Mundart-Texte begleitet er mit Gitarre oder Bass sehr hörenswert. Am Freitag, 14. Februar, geht es weiter mit Jazz aus Dänemark: Benjamin Himpel und sein "International Quartet" sind zu Gast und spielen Soul Jazz sowie spacige Orgel-Grooves.

Ein musikalisches Kabarett folgt am Freitag, 27. März, mit "Fräulein, zwei Radler!". Darin thematisieren Daniel Knobelspies und Wolfgang Mader das Verhältnis der Deutschen zum Fahrrad.

Das lokale Pendant zum Literarischen Quartett im Fernsehen – der inzwischen gut etablierte Kulturcafé-Klassiker "Bücher im Gespräch" – hat am Freitag, 8. Mai, den Stadtpfarrer im Ruhestand, Frank Banse, den Rottweiler Lehrer Georg Fröhlich, Volkshochschul-Vertreterin Viola Röder und als Moderatorin Literaturvermittlerin Lucy Lachenmaier zu Gast. Am Freitag, 16. Oktober, findet ein zweites Gespräch über Bücher statt. Neben Lachenmaier diskutieren dann der Leiter des Bildungszentrums der Erzdiözese Freiburg in Villingen, Michael Nopper, Ex-Oberbürgermeister Rupert Kubon und Pfarrerin Märit Kaasch.

Beethoven feiert 250. Geburtstag

Am Freitag, 29. Mai, dreht sich bei Cordula Sauter unter dem Titel "Mehr Tango geht nicht!" alles um den Ausnahmekomponisten Astor Piazzolla. Ihre Lesung unterstützt sie mit dem Akkordeon. Einen weiteren Komponisten nimmt sich am Samstag, 13. Juni, Michael Sens vor: Ludwig van Beethoven. Im kommenden Jahr dürfte dieser vielfach thematisiert werden, wird doch dann dessen 250. Geburtstag gefeiert. Michael Sens will dies in Schwenningen mit Humor sowie Virtuosität an Klavier, Violine und Gitarre ebenfalls tun.

Bisher immer bei der Schwenninger Kulturnacht mit dabei, beteiligt sich Härings Kulturcafé diesmal nicht daran und lässt im Sommer 2020 eine kleine Lücke offen.

Am Freitag, 25. September, ist die Pfaffenweiler Liedermacherin Ingrid Kappeler mit ihrem Musikkabarett "Vorbeischwimmerin" zu sehen und zu hören. Nach ihr folgt das Jazzprojekt "Horchart" am Freitag, 23. Oktober. Darin spielt ein Quartett unter Rainer Horcher Kammerjazz in der Nachfolge des innovativsten Jazzklarinettisten der 1950er- und 1960er-Jahre: Jimmy Giuffre. Mit dabei ist Klaus Peter Karger, der sicher auch diesmal gekonnt Lyrik von Robert Gernhardt zitieren wird.

Passend zur dunklen Jahreszeit lädt abschließend am Freitag, 13. November, die Tübinger Schauspielerin und Sängerin Claudia Zimmer mit ihrer Band zu einer literarisch-musikalischen Reise in die Fantasiewelten bekannter Poeten und Poetinnen ein.

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