Firma entwickelt sich zum Marktführer im Druckluftbereich
VS-Tannheim. CS Instruments, Spezialist in der Druckluftmessung, wirtschaftet seit vielen Jahren erfolgreich. Was 2002 als Zwei-Mann-Betrieb im Keller des Inhabers Wolfgang Blessing begann, hat sich zum Marktführer im Druckluftbereich entwickelt. Georg Seeck, Geschäftsführer der Wirtschaft und Tourismus VS GmbH, besuchte das Unternehmen. Drei oder vier neue Mitarbeiter wurden jährlich in den vergangenen Jahren eingestellt, heute sind 30 Menschen dort beschäftigt. Auch für die Zukunft sieht Blessing die CS Instruments GmbH sehr gut positioniert. So sollen nun auch staatlich geförderte Forschungsprojekte umgesetzt werden.
In den Druckluftnetzen zahlreicher Unternehmen schlummert ein erhebliches Energiesparpotenzial. In fast jeder Produktionsstätte wird Druckluft erzeugt. Die dafür aufgewandten Energien sind beträchtlich und machen häufig bis zu 20 Prozent der betrieblichen Energiekosten aus. Gerade in diesem Bereich gibt es oft enorme Energieverluste, die durch folgende Faktoren entstehen: Nichtnutzung der Abwärme, Leckagen bis zu 50 Prozent, fehlende Kompressorsteuerung, Druckverluste.
Die Geräte von CS Instruments überwachen und analysieren Druckluftanlagen. So können diese beispielsweise über die Steuerung optimiert werden. Auch die Sanierung einer maroden oder nicht bedarfsgerechten Druckluftverteilung kann sich schon nach kurzer Zeit lohnen. Auch über die Nutzung der bei der Drucklufterzeugung entstehenden Abwärme zur Raumbeheizung können produzierende Firmen viel einsparen.
Gerade im Hinblick auf die stetig steigenden Energiekosten wird es für Firmen immer wichtiger, diese Einsparpotenziale zu nutzen.
Die CS Instruments GmbH entwickelt Produkte, die inzwischen weltweit über Tochterfirmen in der Schweiz, Österreich, Skandinavien und Südafrika sowie über Vertreter in vielen Ländern vertrieben werden. Die Exportquote liegt bei rund 40 Prozent.
Ein wichtiger Firmengedanke ist die Energieeinsparung. Auch das Firmengebäude in der Zindelsteinstraße ist mit seinen Wärmetauschern, der Photovoltaikanlage und den Regenwasserzisternen als Plus-Energiehaus konzipiert worden. Es produziert also mehr Energie, als es selbst verbraucht.
Im Jahr 2006 entstand der erste Teil des Gebäudes. Schon nach wenigen Jahren war der Platz zu knapp. 2011 wurde angebaut. Und auch jetzt ist das Gebäude schon wieder voll ausgereizt. "Wenn die Entwicklung so weitergeht, muss sehr zeitnah erweitert werden", berichtet Wolfgang Blessing.
Weitere Informationen: In der IHK-Veranstaltungsreihe "Tech-Talk" wird Wolfgang Blessing am 14. Mai über Möglichkeiten der Kosteneinsparungen in der Drucklufttechnik referieren.