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Villingen-Schwenningen Corona-Krise: Unter Fitnessstudio-Betreibern herrscht Unsicherheit

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Sowohl Betreiber als auch Nutzer der Fitnessstudios freuen sich, dass das Training bald wieder losgeht. Foto: Kzenon - stock.adobe.com

Villingen-Schwenningen - Schritt für Schritt zurück zur Normalität - am 2. Juni dürfen die Fitnessstudios in Baden-Württemberg wieder öffnen. In Villingen-Schwenningen freuen sich alle darüber, dass es endlich wieder losgehen kann. Doch die noch fehlenden Auflagen sorgen für Unsicherheit.

Gewichte stemmen, Ausdauer und Yoga – es darf wieder trainiert werden. Am 2. Juni öffnen die Fitnessstudios ihre Pforten wieder. Für die Betreiber der Studios in Villingen-Schwenningen ist das eine riesige Erleichterung. Die genauen Vorgaben zur Wiedereröffnung sind allerdings noch nicht bekannt.

"Ich denke, das wird wie überall anders auch sein", vermutet Gaetano Cristilli, Inhaber des G1 in Villingen. Die Umsetzung der noch nicht offiziell bekannten Vorgaben sieht er allerdings als kleinstes Problem. "Das einzig Gute an dem Übel ist, dass unser Gebäude riesig ist", erklärt er. Dadurch könnten die Vorschriften wie die Einhaltung des Mindestabstandes gut umgesetzt werden. "Wir achten ohnehin schon enorm auf die Hygiene", berichtet er. "Wichtig ist einfach, dass wir wieder aufmachen dürfen."

Zahlreiche Live-Kurse

Trotz zahlreicher Live-Kurse, die online angeboten wurden, fehle vielen Kunden der Sport im Kraft- und Cardiobereich, der eben nur an den Geräten ausgeübt werden könne. Aber auch wirtschaftlich macht sich die Krise bemerkbar, erklärt Cristilli. "Der finanzielle Schaden ist jetzt schon da." Auch Cristilli hatte seine Mitarbeiter in den vergangenen Wochen in Kurzarbeit schicken müssen. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen stehen seiner Vermutung nach aber erst noch bevor. Die fehlenden Vorgaben und die Tatsache, dass in anderen Bundesländern die Studios bereits öffnen durften, sorge auch bei den Kunden für Unsicherheit. Cristilli hofft, dass das Angebot des Studios nach der Wiedereröffnung dann wieder rege genutzt wird.

Auch das Injoy in Villingen wartet noch auf genaue Vorgaben was die anstehende Wiedereröffnung angeht. Solange diese noch nicht sicher feststehen, könne man sich vorerst an den anderen Bundesländern orientieren, in denen die Fitnesscenter bereits wieder öffnen durften, erklärt Lena Hindelang vom Injoy. "Es wird auf jeden Fall ein Schutz- und Hygienekonzept geben", berichtet sie. Wie dieses genau aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Mit Sicherheit werde es aber eine Beschränkung der Kundenanzahl im Gebäude geben und der Mindestabstand wird eingehalten werden müssen.

Ohne Sport gesundheitlichen Probleme

In den vergangen Wochen ist das Injoy auf ein Alternativprogramm im Netz ausgewichen. Dass das Studio wieder öffnen dürfe, sei nun aber dringend notwendig. "Wir haben viel Feedback erhalten und unsere Kunden freuen sich darauf, dass es wieder losgeht", betont die Studiomitarbeiterin. Für viele Kunden sei es besonders wichtig, dass die Fitnesscenter wieder öffnen können, denn diese hätten durch den fehlenden Sport in den vergangen Wochen teils auch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt.

Karola Berberich, Inhaberin des Studios "Miss Fitness" in der Hammerhalde in Villingen, vermutet, dass die Kunden, je nach Altersklasse, unterschiedlich auf die Wiedereröffnung reagieren werden. Gerade deshalb will sie das Online-Training, das sie in den vergangenen Wochen angeboten hat, vorerst weiterführen. "Es wurde gut angenommen", erklärt sie.

Trotz der noch ausstehenden Auflagen sei sie gut auf die Wiedereröffnung vorbereitet. Auf dem Fußboden habe sie bereits Abstandsmarkierungen angebracht, auf Handgeräte müsse vorerst so gut es geht verzichtet werden. Außerdem sollen die Kundinnen schon umgezogen ins Studio kommen und ihre eigenen Getränke mitbringen. "Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass die Umsetzung der Schutzmaßnahmen funktionieren wird", betont Berberich optimistisch.

Finanzielles Loch

Die Schließung ihres Studios hätte sich in den vergangenen Wochen jedoch finanziell ausgewirkt. "Die finanzielle Lage könnte besser sein. Es hat schon ein Loch reingerissen", berichtet sie. Auch mit Neuanmeldungen rechne sie vorerst nicht. Die Freude, dass es wieder losgeht, ist damit auf beiden Seiten groß.

Das "easy fit" in Schwenningen will zunächst die Auflagen zur Wiedereröffnung der Fitnessstudios abwarten. In den letzten Wochen wurden über YouTube und Instagram Online-Kurse angeboten, die Teilnehmerzahl sei allerdings nicht extrem hoch gewesen, berichtet Tamara Benz vom Studio. Die Schließung des Studios würde sich auch finanziell bemerkbar machen, Neuanmeldungen bleiben im Moment aus. Vor allem ältere Menschen würden nun trotz der Wiedereröffnung nicht kommen wollen, aus Angst vor einer Infektion, erzählt Benz. "Die Jüngeren sind aber froh, dass es wieder losgeht."

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